Eisenzarte Lady

Nele Hertling in Bildern und Texten

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Sie hat das denkbar Beste daraus gemacht: «Ja, ich habe vom Tanzen geträumt, aber das war viel zu spät … Ich glaube, das war diese romantische Idee von Ballett und Tanzen. Ich hatte Träume, in denen ich plötzlich in einer Ballett-Compagnie auf der Bühne stand und keine Ahnung hatte, was ich machen soll.» Mitte der 1950er-Jahre war Nele Hertling, geborene Schröder, gerade mal 20 Jahre alt.

Aber was die gebürtige Berlinerin, der das Elternhaus die musische Begabung in die Wiege gelegt hatte, da schon an Lebenserfahrung gesammelt hatte, sprengt die üblichen Begriffe von Kindheit und Jugend.

Von klein auf erlebt die Tochter einer jüdischen Mutter die Verheerungen des Dritten Reichs und der nationalsozialistischen Verfolgungspolitik. Die Familie wird zerrissen und findet erst Jahre später unter einem gemeinsamen Dach wieder zusammen. Da ist Nele schon eine Grenzgängerin zwischen Ost- und Westberlin, die an Walter Felsensteins Komischer Oper Theaterluft schnuppert, an der Humboldt Universität Germanistik und Theaterwissenschaft studiert, sich und ihren Freundeskreis von der Stasi bedrängt sieht. Und schließlich 1959 mit ihrem künftigen Ehemann, dem Architekten Cornelius Hertling, nach ...

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Tanz Februar 2023
Rubrik: Ideen, Seite 53
von

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