Eisa Jocson «Manila Zoo»

Wien

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Lächeln! «Hallo Frankfurt, ist das nicht toll so, live, und die Tänzerinnen und Tänzer sind in Brüssel und an mehreren Orten der Philippinen!», begeistert sich Eisa Jocson in ihrer Ansprache ans Publikum im Theater in der interaktiven Phase der «disembodied performance», wie sie den Abend nennt. Entkörperlicht. Die Choreografin und Tänzerin schaut, falls man ihr glaubt, in Brüssel in die Kamera. Die vier anderen zeigen sich einzeln auf riesigen Zoomkacheln, in Zimmerkulisse: Vorhänge, Balken, ein Klavier. Erst Dehn- oder Ruheübungen, dann wird präsentiert. Vorgeführt.

Eine Katze auf Tatzenhänden, die faucht wie ein Tiger, Affen, die hocken, Vögel, die spähen, ein Haare wedelndes Wesen. Aber nicht nur deshalb heißt das Stück «Manila Zoo».

Zwar passt sogar die Zoom-Gitterstruktur zum Thema, auch das pandemiebedingte Eingesperrtsein. Aber die Choreografin, die für Soli und Gruppenstücke über Tanzentertainmentformen bekannt ist, will natürlich auf etwas anderes hinaus. «Always there for you, at your service!», heißt es hier einmal. Sie führt vom Begaffen von Tieren – exotischen Tieren – in Zoos zum Sichzurverfügungstellen von «Exoten», speziell Filipinas und Filipinos. Per ...

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Tanz März 2022
Rubrik: Kalender, Seite 45
von Melanie Suchy

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