Ein Interview mit Meg Stuart
Meg Stuart,
Sie werden bei den Salzburger Festspielen eine neue Arbeit mit dem Arbeitstitel «It’s Not Funny!» vorstellen. Worum soll es gehen? Um etwas, das wir gut kennen – um Momente, in denen Humor schmerzt und Situationen peinlich werden, weil man aus dem sozialen Code gerät. Es geht um Akzeptanz darum, wie wir für einander performen. Also für das Publikum und dann noch im Privatleben, in den verschiedenen Rollen, in die wir andere und uns selbst hineinzwängen.
Hier ist der Druck von außen und da sind die eigenen Erwartungen! Es ist vielleicht mein finales Dampfablassen über soziale Choreografie – als Übertreibung.
Dampfablassen, aber wie? Einer der Performer macht etwa ein Stand-up, das scheitert, und die anderen versuchen, ihn da wieder rauszuholen. Was ich an Comedy mag, ist, dass Leute in diese trashigen Comedy-Clubs gehen, wo sie die physische Reaktion des Lachens erwarten.
Wie haben wir uns die Bühne vorzustellen? Als Treppe mit ein bisschen Müll darunter, sozusagen als instabilen Boden für große Auftritte. «It’s Not Funny!» hat mit dem heutigen Trend zu Neoromantizismus und Nostalgie im Tanz zu tun. Mit all den Elementen aus dem Showbusiness, die dabei verwendet werden. ...
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