Yehudit Arnon
Yehudit Arnon,
2005 verlieh Ihnen Horst Köhler das Bundesverdienstkreuz für ihre Pionierleistung, in Israel eine Tanzszene geschaffen zu haben. Sechzig Jahre zuvor wurden Sie aus Auschwitz befreit. Als Sie sich im KZ weigerten, zu Weihnachten für die Nazis eine Show hinzulegen, wurden Sie gezwungen, das Fest über barfuß im Schnee auszuharren. Und Sie schworen sich: Wenn ich das überlebe, widme ich mein Leben dem Tanz. Ihr Lächeln ist immer noch das einer Zwanzigjährigen geblieben und in «Dahlia bleu» von Tal Beit-Halachmi stehen Sie mit 80 noch vor der Kamera.
Sie hören nie auf. Nun, nach sechzig Jahren Tanz, wollte ich als Achtzigjährige wirklich aufhören, aber dann kam Tal und bat mich, an ihrer Kreation für Montpellier Danse mitzuwirken. Ich kann live nicht mehr auftreten, da ich mich mit Gleichgewichtsstörungen herumplage. Es ging nur im Video. Aber die Atmosphäre hier auf dem Festival bei meinem Freund Jean-Paul Montanari ist so überwältigend, dass ich doch wieder Lust habe weiterzumachen. Die Frage ist nur: Was kann ich noch tun? (lacht) Ich kann nicht mehr allein reisen, mein Mann oder meine Tochter müssen mich begleiten. Einige meiner frühen Schüler aus unserer Schule im ...
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Jede Kompanie und viele Tänzer haben ihre eigene Homepage. Man findet sie nur nicht. Das ist die große Stunde der sogenannten Internet-Portale. Seit April diesen Jahres ist www.dance-germany.org von der Kulturstiftung des Bundes unter der Redaktion von Wilma Schrader online. Es handelt sich im Wesentlichen um eine Datenbank mit Kurzportraits von Choreografen,...
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