Effizientes Vortanzen
Rebecca Haw, Sie sind Tänzerin am Semperoper Ballett und haben kürzlich die Agentur CODA gegründet. Was können wir uns darunter vorstellen?
Wir repräsentieren klassische Tänzer*innen und vermitteln sie an Arbeitgebende. Nicht nur Berufseinsteiger*innen, sondern auch erfahrene Profis sollen die Unterstützung bekommen, die sie verdienen. Wie in anderen Bereichen auch: Eine Kader-Athletin hat beispielsweise ein ganzes Team hinter sich: Agent, Manager, PR ...
Hier soll CODA ansetzen und an andere Häuser, in neue Produktionsformen und Gala-Auftritte vermitteln.
Wie funktioniert die Finanzierung?
Mir war sehr wichtig, dass die Tänzer*innen nichts bezahlen – Auditions sind schon jetzt teuer genug. Daher übernehmen die Arbeitgeber*innen die Kosten für unsere Personaldienstleistungen.
Wie kam es zur Idee, CODA zu gründen?
Ich selbst habe beim Vortanzen alle erdenklichen Fehler gemacht, weil ich es nicht besser wusste. Der Prozess des Vortanzens ist immer noch ineffizient für alle Beteiligten. Die Ballettwelt verliert dadurch so viele Talente – das möchte ich ändern.
Was läuft schief?
In der Vorauswahl sehen sich Direktor*innen oft hunderte Bewerbungen an, was viel Zeit kostet und Aufwand ...
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Tanz August/September 2022
Rubrik: Praxis, Seite 64
von Johanna Rau
Spätestens seit Produktionen wie «Myth» oder «Foi» ist «Identität» zu seinem Lieblingsthema geworden. Sidi Larbi Cherkaouis jüngste Kreation «Vlaemsch» ist in diesem Kontext insofern besonders, als sie eine ganz spezifische nationale Identität in den Blick nimmt. Was bedeutet es, in Belgien flämisch zu sein? In einem Land, das bis an den Rand des...
Deutschland
Altenburg Theaterzelt
Eröffnungsgala. 4. Sept. Premiere «Synergien – Zehn tänzerische Reflexionen», Choreografien von Geovana Peres da Costa, Yuri Hamano, Stefania Mancini, Jéssyca Rett, Fabio Boccalatte, Rina Hayashi, Danila Kapustin, Vinícius Leme, Hudson Oliveira. 18., 22., 23. Sept., 3., 16. Okt.
www.theater-altenburg-gera.de
Arnsberg...
Besonders lange kennen sie einander noch nicht, aber dafür umso intensiver. Brigel Gjoka und Rauf «RubberLegz» Yasit begegneten sich in William Forsythes «A Quiet Evening of Dance» (tanz 3/19). Ein Duo der beiden im Rahmen des Septetts brachte den ehemaligen Frankfurter Ballettchef auf die Idee: Und wenn der Albaner Gjoka und der in Deutschland aufgewachsene Kurde...
