Dunkle Schönheit

Die hybriden Körpercocktails von Bart Hess

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Möglichst makellos wünscht sich der Mensch seine Hülle, frei von den Zeichen, die der Zahn der Zeit in sie nagt. Die Haut ist nicht nur unser größtes Organ, sie ist auch eine große Projektionsfläche für die Träume von anhaltender Jugend und für die Ängste vor der Vergänglichkeit des Körpers, der sich darunter befindet. Das, was also mehr ist als die bloße Außengrenze unserer Körper, macht Bart Hess in seinen Foto- und Video-Arbeiten zum Spiegel, der aktuelle Fragen reflektiert.

Wie ändert sich das Verhältnis zu unserem Körper in einer Zeit, in der virtuell gestaltete Perfektion ästhetische Normen setzt und die physischen Realitäten beeinflusst? Von fast schmerzhaft sezierender Wirkung sind die Inszenierungen des niederländischen Künstlers, obwohl er lediglich Oberflächen manipuliert. In der Kombination von ungewöhnlichen Materialien und vertrauten Grundformen entstehen hybride Daseinsformen. Diese Zwitterwesen, irgendwo zwischen Mensch, Monster und Maschine angesiedelt, zwingen den Betrachter regelrecht, Position zu beziehen. 

Wenn Bart Hess wie in den Foto- und Video-Arbeiten der Reihe «Pins and Needles» Metallplättchen auf einen dunkelhäutigen Rücken -appliziert und diesen mit ...

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Tanz August/September 2018
Rubrik: Bewegung, Seite 4
von Andrea Kachelrieß

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