Bonn on tour: «Story Water»

Emanuel Gat «Story Water»

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Als Emanuel Gat 2016 «Sunny» auf die Bühne brachte, lud er zum ersten Mal einen Musiker ein, live zu spielen: François Przybylski, Ex-Tänzer der eigenen Kompanie, und heute unter dem Künstlernamen Awir Leon ein erfolgreicher Alchimist der Töne. Doch das war nur ein Vorspiel zur aktuellen Kreation: «Story Water», ein Live-Dialog zwischen einem choreografischen und einem musikalischen Ensemble. Die Tänzer tragen Body Painting und evozieren eine Aborigines-Community.

Der Titel geht auf ein Gedicht des Mystikers Rumi zurück, aus dem Gat zitiert: «Eine Geschichte ist wie das Wasser, das du für dein Bad erhitzt. Es überbringt die Botschaften zwischen dem Feuer und deiner Haut.» 

Wasser, Bad und Feuer: Das alles mischt sich in der Musik, wenn sich das Ensemble Modern unter der Leitung von Franck Ollu, einem Spezialisten für zeitgenössische Musik, in das aufbrausende «Dérive 2» von Pierre Boulez wirft. Laut Gat ein «musikalisches Kaleidoskop» und laut Ollu «eine physisch ungeheuer anstrengende Partitur». 

Für die Musiker, wohlgemerkt, denn die Instrumentengruppen – Perkussion, Bläser und Streicher – scheinen ständig auseinanderzustreben. Da werden unbändige Kräfte frei, die gebündelt ...

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Tanz August/September 2018
Rubrik: Kritik, Seite 42
von Thomas Hahn

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