Drei Fragen an..

Syhem Belkhodja, die Festivalleiterin der Rencontres Chorégraphiques de Catharge Nawal Skandrani, die Leiterin des Nationalballetts in Tunis, BNT

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Sie hatten mit vielen Schwierigkeiten zu kämpfen. Welche waren die größten? Bomben und Krieg. Eine Woche vor der ersten Ausgabe wurde das Attentat auf Djerba verübt. Die Angst war groß, und der freie Eintritt zu den Aufführungen ein großes Risiko. Als leichtsinnige Künstlerin tat ich so, als wisse ich nichts von der Verordnung, die das Festival annullierte und lud die Künstler trotzdem ein. Als sie dann da waren, konnte man sie ja nicht so einfach wieder fortschicken. Und ich schrieb der Regierung, dass es im Interesse des Landes war, nicht zu kuschen.

Nur konnten wir das Festival dann erst am Vorabend der Eröffnung ankündigen. Im zweiten Jahr lief der Irakkrieg. Die Menschen demonstrierten. Wer interessierte sich da für Tanz? Nun, ich machte einen Trumpf daraus, indem ich erklärte, dass es hier nicht um Entertainment oder Exhibitionismus geht, sondern um Inhalte.

Wie halten Sie sich finanziell über Wasser? Das Gros der Gelder kommt aus Europa, vor allem aus Frankreich. Das tunesische Kulturministerium steuert 10 000 Euro bei, zu einem Budget von 380 000 Euro. Dazu kommen Dienstleistungen, Busse, Hotels usw. Und die Kompanien verstehen, dass hier Aufbauarbeit geleistet wird. Sie ...

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Tanz Juli 2005
Rubrik: Afrika, Seite 35
von

Vergriffen
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