Dominoeffekt

Auch Nordrhein-Westfalen setzt den Rotstift an, mit dramatischen Folgen. Es droht der Kollaps eines Modells mit Vorbildcharakter

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Es war 2009, als das Land Nordrhein-Westfalen (NRW) den Tanz mit einer besonderen Förderung bedachte. Herausragende frei arbeitende Choreograf*innen und Ensembles sollten über drei Jahre gefördert werden – für mehr Planungssicherheit, um sich eine Struktur aufbauen zu können, um sich weiter zu professionalisieren. Eine großartige Idee, um die Szene zu stärken. Diese sogenannte Spitzenförderung wurde wenig später ausgeweitet auf die Bereiche Theater und Performance und Kinder- und Jugendtheater. Dem Ansatz wurde bundesweiter Modellcharakter nachgesagt.

Nun aber bröckelt diese Förderarchitektur gewaltig. Die Freie Szene in NRW ist in Aufruhr. Es droht eine Reduzierung der Fördermittel um 50 Prozent.

Akut betroffen sind die Bereiche Theater sowie Kinder- und Jugendtheater. Der aktuelle Förderzyklus endete gerade im Juni. Eine erneute Ausschreibung war lange mit einem Fragezeichen versehen. Über Monate wussten die Künstler*innen nicht, ob und wie es weitergehen würde. Anfang Mai wurden erste Planungen aus dem Ministerium publik, mit drastischen Kürzungen und Neustrukturierungen. Nach massivem Druck wurde nachjustiert, nun heißt es: Bei der Spitzenförderung Theater bleibt die Höhe der ...

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Tanz Juli 2025
Rubrik: Praxis, Seite 62
von Sarah Heppekausen

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