Dominique Dumais: «Briefe an…»
Briefe sowie das Schreiben und Empfangen derselben als Inhalt eines Ballett-Abends? Ganz stimmig gelang dies nicht am Mainfranken Theater Würzburg. Wie sollen Emotionen, Stimmungen, Überzeugungen in Bewegung umgesetzt werden? In Dominique Dumais’ Choreografie versuchen 13 Ensemblemitglieder mit ihren Körpern, mit Streckungen, Drehungen, Sprüngen, mit Rennen, Rollen und allen erdenklichen Tools in unterschiedlichsten Konstellationen persönliche Betroffenheit oder Empfindung auszustrahlen.
In Teil 1 sind ausgewählte Briefstellen zu hören, eingesprochen von Mitgliedern des Schauspielensembles, untermalt von Davidson Jaconellos Sounddesign und begleitet vom hervorragenden Jazzpianisten Rainer Böhm, teils auch mit Improvisationen. Auf dem schwarzen Bühnenhintergrund von Ausstatterin Kerstin Laube sind die individuellen Schriften der Brief-Verfasser zu sehen, in Teil 2 dann die Unterschriften der Tänzerinnen und Tänzer. Werden anfangs die Briefschreiber charakterisiert – beeindruckend tragisch Frida Kahlo, witzig Queen Elizabeth, hektisch Franz Kafka – wird es im zweiten Teil etwas banal, wenn der eine beim Briefschreiben verzweifelt oder andere um Briefe streiten. Dem begeisterten ...
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Tanz März 2026
Rubrik: Kalender, Seite 45
von Renate Freyeisen
STEF VAN LOOVEREN
Stef Van Looveren, multisdisplinäre*r Künstler*in aus Belgien, hat mit «Cosmic Body. First Incision» eine ortsspezifische Installation ins Antwerpener Museum van Heedendagse Kunst (Museum für Zeitgenössische Kunst, kurz M HKA) gebaut: Der Museumsraum wird hier zu einem Hybrid aus Tempel, Körper und alchemistischem Labor, in dem Praktiken der...
Ihr Beruf?
Einst Tänzer, heute Choreograf
Ihr Temperament?
Geselliger Melancholiker
Was ist das Schönste, das Sie je über sich gehört haben?
Dass ich sehr gutes Handwerk mache
Und das Ärgerlichste?
Dass ich kein gutes Handwerk mache
Etwas, was Sie noch nie über sich verraten haben?
Ich wäre gern ein Sänger wie Frank Sinatra oder Michael Bublé geworden
Welche...
Von heute aus gesehen stellt sich die Frage: Wie hat es Köln vor Jahr und Tag überhaupt zustande gebracht, als Leuchtturm der Tanzlandschaft zu imponieren (tanz 11/24)? Wo es jetzt gefühlt zum x-ten Mal eine Totalpleite hinlegt und seine wahrlich weder kleine noch randständige Tanzszene im Regen stehen lässt? Das Geld ist knapp, schon klar. Die Haushälter*innen...
