Dominique Dumais: «Briefe an…»
Briefe sowie das Schreiben und Empfangen derselben als Inhalt eines Ballett-Abends? Ganz stimmig gelang dies nicht am Mainfranken Theater Würzburg. Wie sollen Emotionen, Stimmungen, Überzeugungen in Bewegung umgesetzt werden? In Dominique Dumais’ Choreografie versuchen 13 Ensemblemitglieder mit ihren Körpern, mit Streckungen, Drehungen, Sprüngen, mit Rennen, Rollen und allen erdenklichen Tools in unterschiedlichsten Konstellationen persönliche Betroffenheit oder Empfindung auszustrahlen.
In Teil 1 sind ausgewählte Briefstellen zu hören, eingesprochen von Mitgliedern des Schauspielensembles, untermalt von Davidson Jaconellos Sounddesign und begleitet vom hervorragenden Jazzpianisten Rainer Böhm, teils auch mit Improvisationen. Auf dem schwarzen Bühnenhintergrund von Ausstatterin Kerstin Laube sind die individuellen Schriften der Brief-Verfasser zu sehen, in Teil 2 dann die Unterschriften der Tänzerinnen und Tänzer. Werden anfangs die Briefschreiber charakterisiert – beeindruckend tragisch Frida Kahlo, witzig Queen Elizabeth, hektisch Franz Kafka – wird es im zweiten Teil etwas banal, wenn der eine beim Briefschreiben verzweifelt oder andere um Briefe streiten. Dem begeisterten ...
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Tanz März 2026
Rubrik: Kalender, Seite 45
von Renate Freyeisen
Hässlich? Buckelig? Missgestaltet? Keineswegs. Quasimodo ist ein liebenswerter, gerade gewachsener, kräftiger Kerl, gekleidet in ärmliches Sackleinen, Gürtel um die Taille. Es ist die Psyche, die ihn in «Der Glöckner von Notre-Dame» zum Außenseiter macht: kindlich, verspielt, übermütig. Und wenn die schöne Esmeralda, als Roma ebenfalls am Rande der Gesellschaft,...
Deutschland
On tour
Ballet Revolución, die kubanische Tanzshow feat. The Ballet Revolución Live-Band: Berlin, Admiralspalast, 1. März; Bielefeld, Stadthalle, 4. März; Duisburg, Theater am Marientor, 6., 7. März; München, Deutsches Theater, 10.–15. März; Nürnberg, Meistersingerhalle, 16., 17. März; Mannheim, Rosengarten, 28., 29. März, www.ballet-revolucion.de
Aach...
Knallkalter Winter und Nahverkehrsstreik an diesem Februarvormittag: Wahrscheinlich gibt es nur einen einzigen Mann, der sich über die satten Minustemperaturen freut. Zu Gast beim Staatsballett: Yuri Possokhov, einer der eminenten Choreografen der Gegenwartsklassik und Kirill Serebrennikovs Sparringspartner bei «Nurejew» (tanz 2/18). Die Temperaturen mögen ihn...
