Dieter Heitkamp
«To be a performing artist in the next century, you have to be an educator, too.» Sir Simon Rattle
Stellt sich die Frage: Why not in this century? Jeder Musiker, jede Tänzerin, jeder Schauspieler, jede Regisseurin sollte in die Lage versetzt werden, ihre oder seine Ideen zu vermitteln und diese umzusetzen. Junge Künstler müssen überdies mehr als ihr Handwerk beherrschen, sie müssen lernen sich zu artikulieren, zu argumentieren, politisch und strategisch zu denken, sich eine Lobby zu verschaffen.
Wer würde diese Arbeit sonst übernehmen? Produzenten, Manager, Verbandsvertreter haben oft eine sehr andere Sicht auf die Dinge.
Im Tanz gibt es den Begriff des placement, das heißt so viel wie Platzierung oder Ausbalancierung, um auf einer stabilen Basis aufbauend dem Denken und dem Körper eine Ausrichtung zu geben. Das ist nicht mit Haltung zu verwechseln, denn Balance ist flüssig. Es geht um effektiven Krafteinsatz, das Vermeiden unnötiger Spannungen. Flexibel zu sein, heißt nicht, keine Stellung zu beziehen, sondern lässt die eigene Meinung zu.
Warum aber wird jüngst auf einem Kongress kulturelle Bildung speziell für «kleine und alte Menschen» gefordert? Schauen wir aufs Segment der ...
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Mit irgendetwas muss jeder Choreograf beginnen. Bei Ihnen, so ist zu vermuten, steht am Anfang die Musik. Die Frage liegt auf der Hand: Nach welchen Kriterien wählen Sie sie eigentlich aus? Oft richtet sich die Wahl der Musik nach den Gästen, die für ein Programm eingeladen sind. Ihre Stücke werden fixiert, bevor man mit der eigenen Arbeit beginnt und sich fragt,...
Arbeitsweise (die): (trad.) Versuch, ein Handwerk zur Kunst zu treiben; (mittelhochdt.) Versuch, mit der Hand Kunst zu machen; (allg.) Versuch, alle Werke von Hand Kunst zu nennen; (Ballett) Versuch, Werke durch Handlung zur Kunst zu bewegen; (zeitgen.) Versuch, auf Händen die Kunst zum Werk zu tragen; (postmod.) Versuch, Kunst ohne den Druck von Hand und Werk zu...
Hallo. Ich bin Frau Endicott, eine Bausch-Tänzerin, die seit 1973 immer wieder dabei war. Eine sozusagen «Mit-Pionierin» des Tanztheaters Wuppertal. Komischerweise war ich die allererste Tänzerin, die das Tanztheater verlassen wollte, aber letztlich am längsten geblieben ist. Sei es als Tänzerin, Assistentin oder Probenleiterin. Meine Liebe zu Pina, ihre Stücke,...
