Dieter Heitkamp
«To be a performing artist in the next century, you have to be an educator, too.» Sir Simon Rattle
Stellt sich die Frage: Why not in this century? Jeder Musiker, jede Tänzerin, jeder Schauspieler, jede Regisseurin sollte in die Lage versetzt werden, ihre oder seine Ideen zu vermitteln und diese umzusetzen. Junge Künstler müssen überdies mehr als ihr Handwerk beherrschen, sie müssen lernen sich zu artikulieren, zu argumentieren, politisch und strategisch zu denken, sich eine Lobby zu verschaffen.
Wer würde diese Arbeit sonst übernehmen? Produzenten, Manager, Verbandsvertreter haben oft eine sehr andere Sicht auf die Dinge.
Im Tanz gibt es den Begriff des placement, das heißt so viel wie Platzierung oder Ausbalancierung, um auf einer stabilen Basis aufbauend dem Denken und dem Körper eine Ausrichtung zu geben. Das ist nicht mit Haltung zu verwechseln, denn Balance ist flüssig. Es geht um effektiven Krafteinsatz, das Vermeiden unnötiger Spannungen. Flexibel zu sein, heißt nicht, keine Stellung zu beziehen, sondern lässt die eigene Meinung zu.
Warum aber wird jüngst auf einem Kongress kulturelle Bildung speziell für «kleine und alte Menschen» gefordert? Schauen wir aufs Segment der ...
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Die beiden Bäume scheinen sich gleich, aber sie unterscheiden sich. Der linke ist voll von Menschen, die sich schlaftrunken die Hände reichen. Den rechten «bewohnt» eine Frau, Gudrun Bojesen, die hellwach in einem Buch blättert. Jeder lebt für sich. Während Gudrun Bojesen noch den Nachbarn Beifall klatscht, seilen sich die ersten vom Stamm und tasten sich, die...
Arbeitsweise (die): (trad.) Versuch, ein Handwerk zur Kunst zu treiben; (mittelhochdt.) Versuch, mit der Hand Kunst zu machen; (allg.) Versuch, alle Werke von Hand Kunst zu nennen; (Ballett) Versuch, Werke durch Handlung zur Kunst zu bewegen; (zeitgen.) Versuch, auf Händen die Kunst zum Werk zu tragen; (postmod.) Versuch, Kunst ohne den Druck von Hand und Werk zu...
Die fünf Strafgefangenen, die im Peacock Theatre vom Londoner Sadler’s Wells einen Tunnel graben, sind Tollpatsche per Definition und B-Boys per Profession. Die Mischung ist Slapstick à la Break und Martial Arts, das Stück heißt sinngemäß «Break Out! (aka Picnic)» – es ist die neuste Produktion der kreativen Köpfe, die mit «Jump» einen Welthit landeten: Seven Sense...
