Dieter Heitkamp

Wir haben Tanzkünstler und -künstlerinnen gefragt: «Was war produktiv? Was nehmen Sie mit? Was erwarten Sie für die nähere Zukunft?»

Die Corona-Pandemie war ohne Zweifel eine Herausforderung, und wie so oft ist eine Krise auch die Chance für Weiterentwicklung und Veränderung. Neue Vermittlungsformate wie Moodle wurden eingerichtet, es kam vermehrt zu Kleingruppenarbeit, Online-Klassen via Zoom wurden zum Alltag. Sinnvolle Aufgaben zu stellen, damit Studierende nicht Stunde um Stunde vor dem Bildschirm fristen, führten vermehrt zu Wahrnehmungsschulung und Aufgaben in anderen Räumen – nicht nur in Wohn-, in Schlafräumen und Küchen, sondern auch im Stadtraum und in der Natur.

Damit verbunden waren Feedback-Sessions und mehr Zeit für Reflexion. Neue Prüfungsformate wurden entwickelt. War es bisher oft unmöglich, Studierende in den Abschlussklassen, die über den Globus verteilt waren, zusammenzubringen, trifft man sich nun via Zoom.

Eine weitere positive Erfahrung ist die Video-Pre-Selection, die wir beibehalten wollen. An kurzen Videos mit Ballett und zeitgenössischen Sequenzen, einer verbalen Selbstdarstellung und Improvisation erkennt man sehr viel, ohne dass Bewerber*innen quer über den Globus reisen und Unmengen an Geld ausgeben müssen. Ökonomisch und ökologisch ist das ein Fortschritt. Es sind viele spannende ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2021
Rubrik: Pandemie, Seite 92
von

Weitere Beiträge
Matias Oberlin

Als der Corona-Ausnahmezustand Mitte März 2020 Deutschland erfasste und wir das Ballettzentrum Hamburg schließen mussten, war es sehr schwer, der neuen Realität ins Auge zu sehen. Plötzlich gab es nur noch Online-Trainings, zu Hause. Keine Aufführungen. Es war hart, sich nicht mehr zu berühren und gemeinsam mit Kollegen tanzen zu dürfen. Von einem Tag auf den...

Dustin Klein

Ich finde es erstaunlich, wie viel Kreativität die Pandemie mit ihren Lockdowns, Einschränkungen und Auflagen aus allen Menschen herausgelockt hat. So viele neue Blickwinkel, Methoden und Herangehensweisen, neue Zusammenschlüsse, Gruppierungen und Freundschaften. Abgesehen von der Spur der Zerstörung, die die Pandemie auch hinterlassen hat, ist sehr viel Neues,...

Subversiv

Der Treffpunkt ist passenderweise ein Theater. Gut, die Komödie Winterhuder Fährhaus steht nicht gerade für das Theater, das Amelie Deuflhard repräsentiert, sondern für Boulevard mit «Stars aus Film und Fernsehen». Während Deuflhard Intendantin auf Kampnagel Hamburg ist, dem größten Produktionshaus im deutschsprachigen Raum, wo regelmäßig die wichtigsten...