Die Sufi-Feministin

Sahar Dehghan tanzt weltweit auf Demonstrationen für Frauen- und Bürgerrechte im Iran und aktuell in Bartabas’ «Cabaret de l’Exil – Femmes Persanes»

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Sahar Dehghan, Sie sind in Teheran zur Welt gekommen und leben heute in Frankreich, wo sie mit Sufi-Tänzen an Demonstrationen für die Rechte der Frauen im Iran teilnehmen. Inzwischen sind Sie hier so bekannt, dass Bartabas auf Sie aufmerksam wurde und Ihnen anbot, in seinem neuen Stück «Cabaret de l’Exil – Femmes Persanes» als Solistin aufzutreten. Wie kamen Sie nach Frankreich? 
Meine Großmutter brachte mich nach Frankreich, und zwar zu meiner Mutter, die dort bereits einige Jahre lebte. Ich war noch sehr jung, als meine Eltern den Iran verlassen mussten.

Genaue Daten kann ich nicht preisgeben, aber es war die Zeit nach der islamischen Revolution. Eine schwierige Zeit. Viele wollten den Umsturz des neuen, religiös fanatischen Regimes. Dann verließ meine Mutter den Iran und später auch mein Vater. Meine Mutter floh wie eine Migrantin, auf dem Pferderücken über die Berge, geleitet von Kurden. Als sie in der Türkei ankam, stellte sie einen Asylantrag in der französischen Botschaft. Das ist wirklich Stoff für einen Roman.

Sie wuchsen also in der Obhut Ihrer Großeltern auf? 
Es ging nicht anders. Meine Mutter und mein Vater waren beide politisch engagiert, und das machte es schwierig ...

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Tanz Januar 2024
Rubrik: Report, Seite 59
von Thomas Hahn

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