Die Staatliche Ballettschule Berlin
zieht um. Ein Jahr lang dient ein Containerdorf auf dem jetzigen Sportplatz als Ausweichquartier für die Allgemeinbildung. Die alten Ballettsäle bleiben, bis der Neu- und Umbau die bisherigen Räumlichkeiten ersetzt. Schließlich heißt es auch weiterhin an der Erich-Weinert-Straße «Tradition bewahren – Neues wagen»: ein Konzept, das Gregor Seyffert seit fünf Jahren als Künstlerischer Leiter auf verschiedenen Ebenen realisiert.
So wird derzeit in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Schauspielkunst «Ernst Busch» ein gemeinsamer Bachelor-Studiengang Bühnentanz eingerichtet, der eine Ausbildung nach internationalen Vergleichsmaßstäben ermöglicht. Auch das Vorstellungsprogramm der nächsten zwei Jahre entspricht der dialektischen Zielsetzung. So steht Balanchines «Serenade» für Tradition, während Prokofjews «Romeo und Julia», von Torsten Händler mit allen Beteiligten erarbeitet, etwas Neues darstellt: keine Kinderei à la «Bugsy Malone», das die großen Gefühle nur verniedlicht, sondern ein Stück, das alle Konflikte bis zur tödlichen Konsequenz auslebt.
Insofern ist das Ballett tatsächlich «gewagt» – und Daler Burkhanov wie Mihaela-Roxana Dorus, in ihrer jugendlichen Emphase wie in ihrem ...
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Die Iceland Dance Company ist die einzige professionelle Tanzkompanie der Insel und sehr aktiv. Unter der Direktion von Katrín Hall hat sich das klassische Ballettensemble in ein modernes Tanztheater verwandelt, das sich zunehmend Achtung und Publikum verschafft. Hall, früher Tänzerin bei Jochen Ulrich in Köln, hat den Ehrgeiz, ID international bekannt zu machen....
Xavier Le Roy, in E.X.T.E.N.S.I.O.N.S.* ging es darum, den Unterschied zwischen Probe und Aufführung aufzuheben. Betrifft dieser Ansatz Ihre Kreation generell? Nein. Aber ich versuche für gewöhnlich, dem Verhältnis zwischen Produktionsprozess und seinem Ergebnis höchste Aufmerksamkeit zu schenken, denn es scheint mir offensichtlich, dass das Ergebnis sehr davon...
Meret Schlegel arbeitet neuerdings auf einer Kommandobrücke. Unten die Seminarräume der freien Züricher Tanzszene, oben neu: ein gewaltiges, elf Meter hohes Gewölbe, stützenfrei, 400 qm Probensaal in Bühnengröße, darüber der charmant alte, wieder freigelegte Betondachstuhl von 1908. Man erkennt das Zürcher Tanzhaus Wasserwerk nicht wieder, die ehemalige...
