Die Professorin: Juliana Sabino Wilhelm

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Seit August sind Sie, gerade mal 28 Jahre alt, Professorin für Klassischen Tanz an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Wie fühlt sich das an? Ich fühle mich geehrt, dass mir dieses Vertrauen entgegengebracht wird, und sehe zugleich die Verantwortung. Die Palucca Hochschule setzt auf fortschrittliche Entwicklungen in der Ausbildung im Klassischen Tanz. Ich bin sehr froh, dazu beitragen zu dürfen.

Als Kind waren Sie zu klein und zu pummelig fürs Ballett, später zu groß.

Hat diese Erfahrung Sie geprägt? Und wie gehen Sie als Pädagogin mit solchen Figur-Themen um? Sicherlich hat mich diese Erfahrung geprägt. Im Klassischen Tanz werden die Körper von Tänzerinnen und Tänzern heute allerdings viel differenzierter beurteilt, auch wenn bestimmte ästhetische Vorstellungen natürlich vorhanden sind. Ich versuche, meine Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, ein realistisches Bild von sich selbst zu entwickeln und von dem, was sie mit ihrem Körper erreichen können. Die heutige Tanzwelt bietet viel mehr Möglichkeiten innerhalb des Vokabulars des Klassischen Tanzes. Trotzdem ist es mir wichtig, neben ballettästhetischen auch die funktionellen und gesundheitlichen Aspekte in ...

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Tanz Februar 2020
Rubrik: Praxis, Seite 64
von Interview: Christine Matschke

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