Die Professorin: Juliana Sabino Wilhelm
Seit August sind Sie, gerade mal 28 Jahre alt, Professorin für Klassischen Tanz an der Palucca Hochschule für Tanz Dresden. Wie fühlt sich das an? Ich fühle mich geehrt, dass mir dieses Vertrauen entgegengebracht wird, und sehe zugleich die Verantwortung. Die Palucca Hochschule setzt auf fortschrittliche Entwicklungen in der Ausbildung im Klassischen Tanz. Ich bin sehr froh, dazu beitragen zu dürfen.
Als Kind waren Sie zu klein und zu pummelig fürs Ballett, später zu groß.
Hat diese Erfahrung Sie geprägt? Und wie gehen Sie als Pädagogin mit solchen Figur-Themen um? Sicherlich hat mich diese Erfahrung geprägt. Im Klassischen Tanz werden die Körper von Tänzerinnen und Tänzern heute allerdings viel differenzierter beurteilt, auch wenn bestimmte ästhetische Vorstellungen natürlich vorhanden sind. Ich versuche, meine Schülerinnen und Schüler darin zu unterstützen, ein realistisches Bild von sich selbst zu entwickeln und von dem, was sie mit ihrem Körper erreichen können. Die heutige Tanzwelt bietet viel mehr Möglichkeiten innerhalb des Vokabulars des Klassischen Tanzes. Trotzdem ist es mir wichtig, neben ballettästhetischen auch die funktionellen und gesundheitlichen Aspekte in ...
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Tanz Februar 2020
Rubrik: Praxis, Seite 64
von Interview: Christine Matschke
Dass der Schlaf der Vernunft manchmal Ungeheuer gebiert, ist nichts Neues. Schon Goya hat das in seinen Radierungen thematisiert. Auch einige Märchen handeln davon, und das bekannteste ist «Dornröschen», das in der Sammlung der Brüder Grimm harmloser erscheint, als es in Wirklichkeit ist. In der ursprünglichen Vorlage von Charles Perrault, der auch Tschaikowskys...
Ist das noch politisch korrekt oder schon totalitär? Die Frage ist inzwischen im Sprechtheater angekommen, in Gestalt von Thomas Melles kurz vor Jahresende am Deutschen Theater Berlin uraufgeführter «Ode» – einer Abrechnung mit den Auswüchsen neuer Bilderverbote. Beim Tanztheater Wuppertal Pina Bausch sorgen sie derzeit für Kopfzerbrechen, im Vorfeld einer...
Als «wunderschöne, starke, freie Frau» hat sich Sighilt Pahl dem Gedächtnis ihrer einstigen Kollegin Katalin Lörinc eingeprägt. Und mit «großer Trauer» nimmt Mats Ek nicht nur als künstlerischer Partner ihren Tod zur Kenntnis: «Unsere Erinnerung an ihre lebhafte, herzlich-innige Persönlichkeit leuchtet vor diesem dunklen Hintergrund umso intensiver.» Als Tänzerin...
