Die Lehrerin: Ronja Häring

Sie stammen aus Kempten, haben dort als Nachwuchstalent in der Juniorkompanie des KaRi-Tanzhauses trainiert und nach dem Abitur an der Berliner Tanzakademie «balance 1» Bühnentanz studiert. Später ging‘s für einen Tanz-Master nach Spanien. Sie leben in Berlin, sind aber dem Allgäu treu geblieben – als Ausbilderin und Tänzerin für zeitgenössischen Tanz, etwa im Rahmen des «Kemptener Tanzherbstes». Warum ist es wichtig, dass zeitgenössischer Tanz sich auch regional etabliert?

Weil zum Beispiel Kempten ein Stadttheater hat, aber keine Tanzsparte mehr.

Zeitgenössischer Tanz ist vielen Menschen hier immer noch kein Begriff. Insofern ist der «Kemptener Tanzherbst» am hiesigen Theater mit seinen internationalen Aufführungen und Workshops ein wichtiger Zugewinn. 

Sie geben dort auch zwei Workshops in zeitgenössischem Tanz. Was erwartet die Teilnehmer?

Am Anfang steht immer eine Auflockerung des Körpers. Dazu biete ich Improvisation an. Dann kommen technische Übungen im Freien, ein Mix aus klassischer Technik und Release. Die klassische Technik erdet den Körper über die Füße und richtet ihn gleichzeitig nach oben aus. In dieser Haltung nimmt man sich bewusster wahr. Es folgen Diagonalen ...

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Tanz Oktober 2019
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Interview: Christine Matschke