Die Lehrerin: Ronja Häring
Sie stammen aus Kempten, haben dort als Nachwuchstalent in der Juniorkompanie des KaRi-Tanzhauses trainiert und nach dem Abitur an der Berliner Tanzakademie «balance 1» Bühnentanz studiert. Später ging‘s für einen Tanz-Master nach Spanien. Sie leben in Berlin, sind aber dem Allgäu treu geblieben – als Ausbilderin und Tänzerin für zeitgenössischen Tanz, etwa im Rahmen des «Kemptener Tanzherbstes». Warum ist es wichtig, dass zeitgenössischer Tanz sich auch regional etabliert?
Weil zum Beispiel Kempten ein Stadttheater hat, aber keine Tanzsparte mehr.
Zeitgenössischer Tanz ist vielen Menschen hier immer noch kein Begriff. Insofern ist der «Kemptener Tanzherbst» am hiesigen Theater mit seinen internationalen Aufführungen und Workshops ein wichtiger Zugewinn.
Sie geben dort auch zwei Workshops in zeitgenössischem Tanz. Was erwartet die Teilnehmer?
Am Anfang steht immer eine Auflockerung des Körpers. Dazu biete ich Improvisation an. Dann kommen technische Übungen im Freien, ein Mix aus klassischer Technik und Release. Die klassische Technik erdet den Körper über die Füße und richtet ihn gleichzeitig nach oben aus. In dieser Haltung nimmt man sich bewusster wahr. Es folgen Diagonalen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Oktober 2019
Rubrik: Praxis, Seite 74
von Interview: Christine Matschke
Michael Stolhofer, schlohweiße Haare, die sich ein Leben lang gegen die Ordnung der Friseure aufgelehnt haben, ist ein Mann des entspannten Dialekts. Den Salzburger Zungenschlag pflegt er in einer immer etwas empört klingenden Mundart. Dabei wirkt er sehr charmant. Nie lässt er die Spur eines Ressentiments anklingen. Wenn er erzählt, von Salzburg und seiner...
Ihre blitzeblauen Augen strahlen mit der Sonne um die Wette, ihr Lächeln ist der Liebreiz selbst – aber niemand sollte Gianna Reisen (Newcomerin in tanz 12/17) für ein pflegeleichtes Ballettmädchen halten. Toughe Lady trifft es schon eher, denn anders kann man kaum mit gerade mal 20 Jahren zwei Choreografien für das New York City Ballet (NYCB) hingelegt und eine...
Man hatte diese Premiere beim «Edinburgh Festival» Anfang August mit Spannung erwartet: «The Crucible» – zu Deutsch «Hexenjagd» –, Arthur Millers weltbekanntes Theaterstück von 1953, sollte einen Höhepunkt in der Jubiläumsspielzeit des Scottish Ballet bilden, das in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen feiert. Millers 1692 während der Hexenprozesse in der...
