Die Lehrer: Les Schinis

Mélodie Cecchini und Gaëtan Boschini, Sie firmieren als «Les Schinis» und verbinden zeitgenössischen Tanz und Körpertheater. Was erwartet Ihre Workshopteilnehmer beim «Tanzherbst Kempten»? Wir arbeiten mit einem Bewegungsvokabular, das dem Alltag entspringt. Aber die Teilnehmer sollen hinterher selbst entscheiden, ob es ein Tanzworkshop war oder etwas anderes, ob es um eine Körpertechnik ging oder um zwischenmenschliche Beziehungen. Wir definieren so wenig wie möglich.

Es geht uns nicht um körperliche oder intellektuelle Höchstleistungen, sondern um die Psyche und eine Recherche zur persönlichen Identität. Damit wollen wir alle Menschen ansprechen, professionelle Tänzer eingeschlossen. Die bereicherndsten Begegnungen ergeben sich genau dann, wenn Tänzer und Nichttänzer zusammenkommen. Auch wenn wir ein neues Stück für die Bühne erarbeiten, beobachten wir das Verhalten und die natürlichen, unbewussten Gesten der Menschen im Leben.

Aber wie halten Sie das Körperliche und das Psychische auseinander? Wann und wie führen Sie es wieder zusammen? Wir gewichten in der Tat unterschiedlich, je nachdem, wer mit von der Partie ist. Sind es Berufs­tänzer, wird es physischer. Sind es ...

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Tanz Oktober 2020
Rubrik: Praxis, Seite 66
von Thomas Hahn