Die John Cranko-Schule Stuttgart
hat Platzprobleme. Kein Wunder, seit 1971 ist sie in einem ehemaligen Verlagsgebäude zu Hause, und seither hat sich an den Räumlichkeiten nichts grundsätzlich verändert. Eingezwängt zwischen Landhaus- und Urbanstraße, kann die Schule samt Internat kaum expandieren, obwohl sie inzwischen aus allen Nähten platzt: ein «trauriger Zustand», der so gar nicht zu dem «hervorragenden Ruf der von John Cranko gegründeten Einrichtung passt», meint in einem Interview denn auch Ballettintendant Reid Anderson, der die Verlängerung seines Vertrags von einem Neubau abhängig gemacht hat.
Die konkrete Planung lässt zwar auf sich warten, aber offenbar ist in die öffentliche Diskussion so viel Bewegung gekommen, dass die Schule förmlich mitgerissen wird vom Sog signalisierter Entwicklung und zum Achtzigsten ihres Namengebers ein Programm präsentiert, das sich sehen lassen kann.
In erster Linie betrifft das natürlich «L’Estro Armonico», ein Cranko at his best. 1963 für das Ballett der Württembergischen Staatstheater choreografiert, hat sein Vivaldi kaum was von der einstigen Virtuosität verloren und schon gar nichts von seinem Elan, der sich noch immer so frisch erweist wie vor 44 Jahren: ein wahres ...
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