Die Hoffnungsträger

Philippe Kratz

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wechselte 2008 vom Ballett Dortmund zur italienischen Kompanie Aterballetto, um die kreative Arbeit mit Mauro Bigonzetti kennenzulernen und in dessen Choreografien zu tanzen. Seine eigentliche Mentorin indes war die derzeitige Künstlerische Leiterin der Kompanie, Cristina Bozzolini. Sie eröffnete dem Tänzer die Möglichkeit, sich im Rahmen der kreativen Workshops von Aterballetto erstmals als Choreograf zu versuchen.

Sein erstes Duo, «Lettres d‘amour» (2012), war von der Korrespondenz zwischen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir inspiriert und zeugte sogleich vom choreografischen Feingespür des in Leverkusen geborenen Philippe Kratz.

Es gelang ihm, die Beziehung des Schriftsteller-Paares in eine intime, dezidiert persönliche Bewegungssprache zu übersetzen, die nicht so sehr von den hyperdynamischen Trends der Gegenwart dominiert wurde, sondern stärker auf Gefühle und Stimmungen abhob. Ein Ansatz, den Kratz in zwei weiteren kurzen Kreationen für eine Auswahl seiner italienischen Tänzerkollegen fortführen sollte – und von denen eine auf die begeisterte, ermunternde Kritik keines Geringeren als Jiří Kylián stieß. Seine jüngste Arbeit für das komplette Ensemble von Aterballetto – ...

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Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 163
von Silvia Poletti

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