Die Hände
Wie hat das mit dem Tanz bei Ihnen angefangen? Ich war noch sehr, sehr klein … In unserer Nachbarschaft lebte eine Tanzlehrerin, und ich hab da immer gesessen und zugeguckt. Ich war vielleicht eineinhalb Jahre alt, da hat sie mir die ersten Bewegungen singend auf ihrem Esstisch beigebracht.
Und weil sie gesehen hat, wie ich total begeistert mitgetanzt und -gesungen habe, hat sie mir dann zwei Stücke richtig beigebracht – eins, wie Krishna als Kind Butter stiehlt … Na ja, und dann hat sie meinen Eltern die Empfehlung gegeben, sobald ich das richtige Alter erreicht hätte, sollte ich eine formale Ausbildung bekommen. Die habe ich mit sieben Jahren auch bekommen.
Indischer Tanz – da denkt man zunächst an die getanzten Epen. Aber Sie unterrichten ja seit 25 Jahren hier bei uns nach einem etwas ganzheitlicheren Ansatz, in dem die Erforschung des Körpers und des Körperausdruckes eine hervorragende Rolle spielt. Der indische Tanz oder besser: das indische Tanztheater, das wir Natya nennen, sollte eigentlich alles beinhalten: wissenschaftliches und handwerkliches Können, Bildungsspezifisches, Erzieherisches … Durch die Bewegungen ist das alles da hineingekommen. Und unsere Erzählungen ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Die Liebesgedichte aus dem Mittelalter waren Gesänge vor dem Fenster der Angebeteten. Die Jungs priesen den Körper der Bewunderten von Kopf bis Fuß. Immer schön der Reihe nach. Von ihrem glänzenden Haar zum lieblichen Gesicht, und Stück für Stück immer weiter hinab, den makellosen Körper entlang bis zum zierlichen Fuß. In der orientalischen Dichtung erscheint der...
Irina Baronova war zwölf, als Georges Balanchine sie 1921 für Offenbachs «Orpheus in der Unterwelt» als Tänzerin engagierte. Neben Tamara Toumanova und Tatiana Riabouchinska galt sie als eine der drei baby ballerinas der Ballets russes. Léonide Massine und Michail Fokine arbeiteten mit ihr. Ab 1932 tourte sie mit den Ballets Russes de Monte-Carlo und hängte 1940...
Sie lächelt. Evas Lächeln ist unnachahmlich, so groß, ihre Verbindung zur Welt, eine Linie im Bogen, und ein Blick, der immer auch ein bisschen für sich behält. Doch ihr Tanz führt diese Linie fort, ihre Arme greifen in den Raum, die Schwünge, der gestreckte Körper. Eine seidenfeine Zähigkeit, mit der sich der Mensch gegen Bodenschwere und Luftleichtigkeit...
