Diana schafft London nicht

Das Ballett «Diana – The princess» hat sich in Großbritannien nicht durchgesetzt: Camillas Heirat mit Prince Charles wirft einen Schatten auf die Ikone - und Choreograf Peter Schaufuss setzt auf plakative Effekte.

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Mit den Ikonen ist das so eine Sache: Sie leben und leben fort. Und wenn sie nicht gestorben sind ... Es sei denn, sie werden (aus dem) weg-geheiratet. Wie Diana. Die Ex-Prinzessin von Wales und In-Prinzessin der Herzen. Eine sichere Bank, dachte Peter Schaufuss, der Choreograf von «Diana – The Princess. A Celebration». Das Ballett hätte im Vereinigten Königreich zum Renner werden sollen, machte aber seinen Weg nicht über Manchester hinaus.

Hat die Ikone an Glanz verloren – oder Peter Schaufuss ein schlechtes Ballett geschaffen?
Beides.

Peter Schaufuss und seiner Diana ist eine Prinzenhochzeit in den Weg gekommen. Keine Märchenhochzeit, sondern eine normale zivile Trauung. Die hat die Haltung der Briten zu Prinz Charles und seiner langjährigen Geliebten Camilla Parker Bowles so verändert, dass die Diana-«Celebration» vorläufig nicht wie vorgesehen ins Londoner West End kommt, wie die PR-Agentur Borkowski bestätigt.

Das ist kein Unglück: «Diana – The Princess» ist so geschmacklos, dass es schon fast wieder lustig ist: Diana tänzelte in Weiß als Unschuldslamm mit frommem Augen­aufschlag von Todkrankem zu Todkrankem, und ein jeder erwacht unter ihrer Hand, während Camilla mit der ...

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Tanz Juli 2005
Rubrik: Magazin, Seite 12
von Lilo Weber

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