Der zeitlose Tänzer: Jacques Alberca

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Auch Tänzer werden älter. Es fällt nur selten auf, weil sie in der Regel prompt durch jüngere Kollegen ersetzt werden. Doch wer sagt, dass alle Tänzer jung sein müssen? Tanz ist kein Sport, sondern Kunst. Und die kennt kein Alter. Eigentlich. «Die Senioren hören mit dem Tanzen ohnehin nicht auf. Sie tanzen im Kopf, sie unterrichten, oder sie tanzen am Strand», sagt die Fotografin Polina Jourdain-Kobycheva. In Jacques Alberca fand sie ein kongeniales Fotomodell: 76 Jahre alt, unglaubliche Ausstrahlung.

Der Choreograf, Interpret, Pädagoge und ehemalige Berater des französischen Kulturministeriums steht noch heute auf der Bühne. Von Jourdain-Kobycheva ließ er sich im Adamskostüm ablichten. «Das fiel ihm natürlich nicht ganz leicht», erinnert sich die Russin aus Sankt Petersburg, die heute in Biarritz lebt. Tänzer fotografierte die ehemalige Soziologie- und Kunststudentin schon am Mariinsky. Bühnenfotos macht sie heute nicht mehr. «Das ist doch immer dasselbe», winkt sie ab. Auf den Körper wirft sie einen grafischen Blick, am Tänzer interessiert sie allein dessen Persönlichkeit.

Ihre Porträts von Jacques Alberca vereinen beides. Albercas nackte Haut wirkt so neutral wie die eines ...

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Tanz November 2018
Rubrik: Praxis, Seite 70
von Thomas Hahn

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