Der Subversive: Xavier Le Roy
Xavier Le Roy, in E.X.T.E.N.S.I.O.N.S.* ging es darum, den Unterschied zwischen Probe und Aufführung aufzuheben. Betrifft dieser Ansatz Ihre Kreation generell? Nein. Aber ich versuche für gewöhnlich, dem Verhältnis zwischen Produktionsprozess und seinem Ergebnis höchste Aufmerksamkeit zu schenken, denn es scheint mir offensichtlich, dass das Ergebnis sehr davon abhängt, wie man den Produktionsprozess gestaltet. Ich versuche immer, meine jeweilige Arbeitsweise infrage zu stellen.
So steht für mich der Produktionsprozess jedes Mal im Mittelpunkt, aber nicht unbedingt mit dem Ziel, den Unterschied mit dem «Produkt» zu verwischen. In jedem Fall möchte ich vermeiden, etwas zu schaffen, das wie eine Improvisation aussieht. E.X.T.E.N.S.I.O.N.S. war wirklich ein Versuch, eine Situation zu schaffen, in der eins im anderen aufgeht. Ein anderes Projekt zum Thema war «namenlos», 1998. Aber auf meine anderen Kreationen wie «Giszelle» lässt sich das Prinzip nicht anwenden.
Die Erforschung neuer Formen bleibt oft unbefriedigend, weil der Zuschauer in seiner steifen Position vor der frontalen Bühne versauert, wo er doch gern selbst aktiv den Rezeptionsprozess gestalten und seine Position ...
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Pina Bausch, Bridget Breiner, Xavier Le Roy, Constanza Macras, Jean-Christophe Maillot, Hans van Manen, Alain Platel, Martin Schläpfer, Superamas, Sasha Waltz: quer durch den berühmten Gemüsegarten. Wie choreografieren die neun Choreografen und das Choreografenkollektiv, das sagt, es choreografiere nicht?
Ausgewählt haben wir sie wie in einem Gemüsegarten: Was...
