Die Kollektiven: Superamas
Vier Männer, leger gekleidet, treten an vier kesse junge Frauen in Cheerleader-Outfit heran. Jeder nimmt sich eins der Mädels vor. Ein Tanz wird entworfen. Schau, so muss es sein und so – er und er und er und er, sie machen es ungeschickt vor – und so. Ah ja, machen die Girls und beginnen zu begreifen. Das Publikum, das in dichtem Kreis um diese Szene steht oder auf dem Boden sitzt, lacht und erkennt sofort: Es geht um den Handwerker und um das Tanzgerät. Die Heiterkeit der Besucher gilt der Unbeholfenheit derer, die den Ton an- und die Choreografie vorgeben.
Den Männern also.
Aber auch über die Frauen wird gelacht, später, wenn die Cheers in eindeutigen Posen Tableaux vivants spielen und das Licht um sie zu kreisen beginnt, sodass diese lebenden Skulpturen durch den schnellen Wechsel von Hell und Dunkel animiert erscheinen. Es sieht so aus, als hätten sie bewegten Sex. Die Szene ist nicht wirklich lustig. Sie hat etwas Brutales, das Lichterspiel, die optische Täuschung, sie hat etwas Unmenschliches, die Erstarrung in gemimter Puppenhaftigkeit.
Dann wird es sehr finster. Von oben projizieren kleine Scheinwerferroboter acht oder zehn Lichtpunkte auf den Boden, mitten ins Publikum. Die ...
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Wird es auf der Bühne hell, liegt die Welt im Schatten. Sie hört sogar auf zu existieren, behaupten vier barocke Fantasiegestalten in bombastischen Kostümen, einen Sombrero auf dem Kopf. Sie schreiten die Stufen des riesigen Saals im Théâtre national de Chaillot herab. Und sie feixen sich eins: «Kein Grund zur Beunruhigung, Sie werden Ihre Welt wieder finden. Wir...
Trisha Brown,
you’ve just presented a choreography for dancers and Japanese robots at Montpellier Danse, and I was surprised when you suddenly appeared on stage in the last part of “I Love my Robots.” You didn’t tell anyone you were going to do it. I’m a little surprised, too. You know, my partners in the production tricked me! They asked me to stand on the stage...
Alexandre Prokofjev
«Er hat mir das Leben als Tänzer gegeben!», sagen seine Schüler. Sein Fanatismus als Lehrer war einzigartig. Und: einmal Prokofjev-Schüler, immer Prokofjev-Schüler! Viele flogen noch als Stars aus den internationalen Ballettmetropolen zu ihm nach Moskau oder München, um sich Korrekturen zu holen, weil nur sie garantierten, dass «alles klappt»....
