Der Sommer ist vorbei

Das Wunder der Prärie fand in Mannheim statt: mit Hina Strüver / Kjersti Engebrigtsen installiert in Oslo ihre Choreografie «Pustestripe» / Martin Stiefermann schickt das Publikum in «Begeben Sie sich» durchs Berliner Labyrinth / Ein «Wasser-Schloss» lehrt viel über den öffentlichen Raum / Carolyn Carlson antwortet im Pariser Grand Palais auf Anselm Kiefer

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Wunder der Prärie,

das waren bis dato 400 Stunden Tanz und Performance anlässlich der 400-Jahrfeier der Stadt Mannheim, verkleinert auf den Zeitmaßstab von 1: 8760. Dafür nahezu nonstop. Mit dabei: hina Strüver, genannt die Außerirdische, deren performative Installationen mit einer gewissen Sehnsucht spielen, bloß nicht hier und bloß nicht jetzt zu leben. Nicht in Mannheim und bloß nicht im Jahr 2007. Eher fliegt sie durch die Stadt, will lieber auf dem Mond landen. Lustvoll überschreitet sie die Grenze vom echten Raum zur Utopie, vom echten Körper zur Fiktion.

Wie beim Tanz ist sie auf der Suche nach dem Schwerelosen. Und schützt ihren Körper vor den Zumutungen der Wirklichkeit mit Raumanzügen. www.hina.de

Das "Wasserschloss"

Was ist eine Tanzinstallation? Ein schönes Beispiel, gefunden in einem Schlosspark bei Potsdam: Zur jährlichen Ausstellung Rohkunstbau stapeln sich 2000 gesponserte Mineralwasserkästen zu einem Wasserschloss. Als Bühnenbild. Das Publikum unter freiem Himmel wird wie im Theater davor platziert: Das Objekt weißer Käs­ten des Architekten Christian Fuchs wird zum Bühnenbild. Dann: die Austreibung des Theaters. Die Performer verschwinden hinter den Kästen, nicht ...

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Tanz Oktober 2007
Rubrik: Windige Orte, Seite 12
von Arnd Wesemann, Thomas Hahn, Hartmut Regitz, Melanie Fieldseth

Vergriffen
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