Der Musikalische: Martin Schläpfer

Großen Konzepten misstraut der Mainzer Ballettchef, dem genauen Hinhören nie. Und nun will er Mainz bald verlassen.

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Mit irgendetwas muss jeder Choreograf beginnen. Bei Ihnen, so ist zu vermuten, steht am Anfang die Musik. Die Frage liegt auf der Hand: Nach welchen Kriterien wählen Sie sie eigentlich aus? Oft richtet sich die Wahl der Musik nach den Gästen, die für ein Programm eingeladen sind. Ihre Stücke werden fixiert, bevor man mit der eigenen Arbeit beginnt und sich fragt, ob man einen Bruch haben will oder seine Choreografien in eine ähnliche Richtung schiebt. Das diktiert mir dann ein bisschen die Wahl.

Beim Programm XVIII  standen die beiden Hans-van-Manen-Ballette «Monologue, Dialogue» und die «Große Fuge» von Beethoven von vornherein fest, und lange Zeit wusste ich nicht, welche Musik ich zwischen Meister wie Bach und Beethoven setzen könnte. Ich habe sehr viel eingepackt für meine Sommerferien, und unter den CDs, die ich hörte, war auch die «Tanzsuite» von Helmut Lachenmann. In die habe ich mich verliebt und dachte: Das ist der richtige Keil. Es gibt aber auch Abende, da weiß ich ganz genau, was für ein Stück ich machen will. Entsprechend engagiere ich meine Gäste. Und, ja, primär arbeite ich immer von der Musik aus.

Die Auswahl steht, bevor Sie mit dem Choreografieren beginnen? Ein ...

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Tanz August/September 2007
Rubrik: Choreografieren, Seite 24
von Hartmut Regitz

Vergriffen
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