Der Lichtarchitekt

Seit über 20 Jahren ist er in William Forsythes Tanz-Räumen unterwegs. Längst haben die Bilder von Dominik Mentzos eine eigene Dimension erreicht. Ein Gespräch über Kunst, Kommerz und fotografische Grenzgänge von Marina Dafova

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Dominik Mentzos, brauchen wir noch Bilder?
Jede Zeit hat und braucht ihre Bilder. Wir brauchen weniger oberflächliche Bilder, wir brauchen Bilder, die einen berühren können!

Ihre eigenen Fotografien tun es, sie transportieren nicht nur Bewegung, Licht und Tiefe des Bühnenraums, sie schaffen eine neue künstlerische Ebene, könnten als Kunstwerke für sich stehen. Wenn man einen Blick auf sie wirft, sieht man zweierlei: dass es eine Arbeit von William Forsythe und ein Bild von Ihnen ist. Das ist eher selten.

Wie sind Sie Tanzfotograf geworden?
Geplant war es nicht. Ich habe in Dortmund Fotodesign studiert. Von Axel Werthmann, meinem Dozenten für Fototechnik, habe ich eine Aufgabe bekommen: «Available Light», also mit dem vorhandenen Licht zu fotografieren. Das war 1989. Das Schwierige im Theater ist, mit extremen Lichtkontrasten umzugehen. Und danach die hochempfindlichen Filme wie Fuji Neopan, die damals gerade herausgekommen waren, gut entwickeln zu können. Ich hatte in Frankfurt Forsythes «Gänge» gesehen, was ich spannend fand, und so bin ich einfach ins Theater gegangen – und hatte dreimal Riesenglück: Der Pförtner hat mich direkt zur Intendanz geschickt, die Sekretärin war gerade ...

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Tanz Jahrbuch 2013
Rubrik: Fotografen, Seite 52
von

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