Der Buckel
«Schauen Sie, das Centre Pompidou hat meinen Rücken auf dem Plakat. Sie hätten ja auch einen anderen Bildausschnitt aus ‘Boléro variations’ wählen können, nur mit konventionellen Rücken», sagt Raimund Hoghe in Blickweite seines Auftrittsorts in Paris. Der Buckel als Blickfang, attraktiver als glatte, straffe Adonishaut? «Der Körper als Landschaft!»
Raimund Hoghe gleicht trotz seines hügeligen Rückens nicht gerade einem Felsmassiv der Tanzlandschaft. Im Gegenteil, sein Werk ist ihre Hochebene.
Bei der langen Wanderung durch die Plateaus seiner ausgedehnten Bühnenzeiträume spürt so mancher Zuschauer, wie ihm der Sauerstoff knapp wird. Denn der sanfte Zwerg stemmt sich mit der Dauer seiner Stücke, die sich über zwei, drei oder vier Stunden ausdehnen können, gegen den Zeitgeist der heiligen Beschleunigung.
«Rouler sa bosse» – seinen Buckel rollen, sagt man in Frankreich für rastloses Wandern. Der Werktätige geht, umgangssprachlich gesehen, nicht arbeiten sondern «buckeln»: oder auf Französisch – «bosser». Es ist nicht so, dass dort der Buckel besonders beliebt wäre. Trotzdem spielt Raimund Hoghe seine Produktionen hauptsächlich in Frankreich, wo er ein Star der Tanzszene ist, obwohl ...
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I have a simple working hypothesis: Promoting young work is good. It is less simple, though, to define what actually constitutes young work. Within the Anticorpi XL Network (an Italian network created by organisers of eight Italian regions to support young independent dance and performance artists) we consider “young” all those who have been choreographing for less...
Dieser Mann verteidigte die wahre Kunst. Seiner Ansicht nach jedenfalls. «Ein erbärmliches Modell», empörte er sich, ein Monster, das «Schatten wie schwarze Schuhwichs-Striche» werfe. Und die Haut erst: nichts als ein schmutziges Etwas!
Der Mann war in guter Gesellschaft. Das Erscheinen der Dame, um die es ging, provozierte einen Skandal. Sie trug nämlich nichts...
Um dem Cinderella-Komplex eine begreifbare Gestalt zu geben, schnallen sich Nora Schott und Ariane Thalheim Schlittschuhe an und zeigen, wie wenig Spielraum sie im Theater haben. Gut eine Stunde stehen die beiden wie auf tönernen Füßen. Während immer wieder der Soundtrack aus der legendären «Cinderella»-Serie erklingt, kommen sie kaum von der Stelle. Auf Kufen...
