den körper einrichten
Vereinzelte Töne tröpfeln aus den Lautsprechern im Dachgeschoss. Es knarzt und knackt im Probenraum der Münchner Tanztendenz. Die Tänzerin, Choreografin und Yoga-Lehrerin Anna Holter probt mit ihrem Ensemble «Thema 3» – ein Stück, in dem sich die gebürtige Schwedin mit unterschiedlichen Assoziationen zur Zahl drei auseinandersetzt. Die Tänzerinnen bewegen sich innerhalb eines abgeklebten Dreiecks. Auf der Bühne ist es durch Salzkristalle markiert. Die Bewegungen der drei Frauen enden immer wieder in Anziehung und Abstoßung. Balance und Ausgeglichenheit schaffen nur zwei.
Drei ist eine zu viel. Anna Holter beobachtet das Geschehen genau, macht sich Notizen, bespricht nach dem ersten Durchlauf Timing und Bewegungsabläufe.
Nur auf den ersten Blick scheint Yoga während der Probe keine Rolle zu spielen. «Meine Yoga-Praxis hilft mir beim Choreografieren eher auf subtile Art: Sie gibt mir Kraft, Ruhe und Konzentration», sagt Anna Holter, die vor gut zehn Jahren Yoga zum ersten Mal begegnete. Nach ihrer Ausbildung an der Iwanson Schule für zeitgenössischen Tanz zieht es sie 1998 von München nach Berlin. Dort integriert eine Kollegin Yoga-Übungen in das tägliche Training des Ensembles ...
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Tanz August/September 2011
Rubrik: yoga, Seite 30
von Monique Opetz
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