Dazu: Die Lehrerin Minako Seki, Auditions, Ausschreibungen und Workshops

Tanz - Logo

die lehrerin

minako seki, Sie unterrichten die Seki-Methode, was ist das?
(Sie legt einen kleinen Water Bag Body auf den Tisch: einen mit Wasser gefüllten Handschuh auf ­einem kleinen Gefrierbeutel-Wasserbett.) Der menschliche Körper be­­steht zu rund 80 Prozent aus Wasser. Er ist also konsequent, sich vorzustellen, dass der Körper alle Bewegungsimpulse aufnimmt und durch das ­Wasser weiterleitet. Menschen den­ken oft aber, sie seien steif. Das sind sie nicht. Von Natur aus ist der Körper ein sehr flexibler Wassersack.

(Ihre ­Assistentin legt sich auf den Rücken und wird von einer zweiten locker an den Zehen gefasst. Jeder Impuls von dort setzt sich durch den Körper wellenartig bis zum Kopf fort.)

Ein schöner Tanz. Ja, und die nächste Frage ist: Wenn wir stehen, woher kommt dann der Impuls?
Er kommt ­vom Fallen. (Sie packt ein Lot aus.) ­Auch das Lot schwingt, und zwar immer um sein Zentrum herum. Dieses Zentrum heißt auf Japanisch tanden. Bei einem Körper ist es in etwa da, wo unser Geschlecht ist. Früher wurde es durch unser Steißbein, den Schwanz, den wir dort hatten, gestützt. Statt sich ein Zentrum nur vorzustellen, ist es also einfacher, sich von unserem ­ehemaligen Schwanz ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Oktober 2011
Rubrik: praxis, Seite 74
von

Weitere Beiträge
highlights

bochum: william forsythe
Vielleicht dieses oder doch etwas anderes – wer die Wahl hat, hat nicht die Qual, sondern die Lust, Kompetenzen zu erwerben, um sich als Tänzer zu entscheiden. Für diese Bewegung oder jene. Die unstillbare Lust, mit der William Forsythe an der Erweiterung der Potenziale des Tanzes arbeitet, eröffnet seinen Tänzern ungewohnte Freiheiten. Auch...

Wim Vandekeybus: «Oedipus / Bêt noir»

Das hat Wim Vandekeybus toll hinbekommen: In ein und demselben Fes­tival mit «Monkey Sandwich» eines seiner besten Stücke seit Jahren zu zeigen und mit einer weiteren Arbeit, «Oedipus / Bêt noir», einen hübschen Skandal loszutreten – so geschehen bei «ImPulsTanz» in Wien.

Wäre der Sommer nur ein biss­chen weniger turbulent gewesen – der Terroranschlag in Norwegen,...

jenseits bloßer techniken

Nur wenige Ballettpädagogen schaffen es in die Zeitung. Sie können noch so viel Einfluss auf ihre berühmten Schüler haben – meist bleiben sie im Schatten. Janet Panetta, Choreografin und Ballettlehrerin, geboren und aufgewachsen in New York, ist die berühmte Ausnahme. Die «New York Times» widmete ihr einen langen Artikel, weil Janet Panetta 2010 ihr New Yorker...