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Rafael Bonachela ist in Australien angekommen – jetzt tourt er mit der Sydney Dance Company zurück in die Welt.

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Die schwarze Wand ist dicht mit Kreidezeichen bedeckt. Sätze, Gedichtzeilen, Beschreibungen, kleine Piktogramme, vertikal, horizontal.

Doch hier, am schicken Dawes Point in Sydney, mit Blick auf die Walsh Bay, die nicht so berühmte Seite der Stadt ohne das Opernhaus, breiten sich keine Traumpfade der Aborigines aus, hier hat ein aus London immigrierter Katalane für seine jüngste Uraufführung malen und dichten lassen: Wir sitzen in Rafael Bonachelas Büro bei der Sydney Dance Company und blicken auf den geistigen Hintergrund von «LANDforms», der zweiten Hälfte des frisch aus der Taufe gehobenen Abends «Shared Frequencies», für dessen erste Hälfte der Ensembleleiter sich Jacopo Godani eingeladen hatte.

Während der Italiener mit «Raw Models» zur Musik des deutschen Elektropop-Duos 48nord seiner William-Forsythe-Verehrung frönt und rasiermesserscharfe Solipsisten in transparenten Ganzkörperanzügen im Kampf mit sich selbst einander verknoten lässt, übt sich der 39-jährige Bonachela in lauernder Weichheit und sportiver Geschmeidigkeit. Sein viertes Werk für Australiens wichtigste zeitgenössische Tanztruppe und sein drittes als deren künstlerischer Direktor versteht er als eine Fortführung ...

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Tanz Mai 2011
Rubrik: produktionen, Seite 8
von Matthias Siehler

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