Das andere Schwarz

Système Castafiore: «φ –{PROGRAM}» in Saint-Quentin-en-Yvelines

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Ein Titel, der sich nur mit Sonderzeichen schreiben lässt als ­Beweis für den Willen zum Futurismus. Ja, das Markenzeichen von Système Castafiore sind entrückte, groteske Fantasy-­Welten.  
Ein Ball am Hof, eine Burg. Körper, die reihenweise in den Abgrund stürzen, ein Roboter in Käferform, ein König, der mit einem Schlauch beatmet wird. Sexspiele aufgeblasener Aliens, eine Ballerina im Tutu, Figuren, die mit Getöse von der Decke fallen. Ritter, ein würgender Geheimagent, die Beisetzung des Diktators.

Marcia Barcellos und Karl Biscuit erwecken zu rätselhaftem Leben, was Emil Prokop in den Skizzen und Notizen zu seiner geplanten Bearbeitung von Alistair Edenshaws «The Ballad Of The Réso­nian People» aus dem 16. Jahrhundert anriss. In diffusen und doch prägnanten Bildern, manche kürzer als Zirkusnummern, evozieren sie wie einen düsteren Albtraum das von Edenshaw ersonnene Komplott am Hof von Gravbeck III. «Outrenoir» nennen sie ihre Bühnenfassung: jenseits der Dunkelheit. Und jenseits aller Farben. Die Schemen der Figuren sind weder grau noch schwarz noch braun. Sie sind, waren, werden sein. Jede Geste, jede Figur scheint multiple Zeiten und Kulturen zu beinhalten.
Die Zukunft ...

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Tanz Februar 2005
Rubrik: On Stage, Seite 44
von Thomas Hahn

Vergriffen
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