Damenwahl
Montpellier Danse bot neben der Reihe «Le vif du sujet» erstmals den regionalen Kompanien eine Plattform. Höchstens dreißig Minuten, wenn nötig mit gekürzten Werken, hieß die Regel. Dass sich hier ein Pferdefuß versteckt, schwante den Kompanien gleich. Einige verweigerten sich der Amputation. Andere würfelten ihre Auszüge durcheinander. Die potenziellen Käufer der Werke blieben oft ratlos, außer bei Stücken, die für diese Dauer konzipiert sind, wie das Solo «Face à vous» (Euch gegenüber) von Anne Lopez.
Damenwahl 1. Lopez bat die Rockband Suprematics auf die Bühne.
Und manche glaubten, ihre Hechtsprünge, Sprintstarts, Rundläufe oder Wutanfälle müssten trotzdem etwas mit Tanz im Bann der Musik zu tun haben. Doch Lopez, als Teen tatsächlich der Rockszene nah, lässt einfach alle Dämme brechen, bevor sie innehält und dem Zuschauer zuruft: Moment, warte! Ihr autobiografischer Sturmlauf mit Schlupflöchern ist keine Performance im Sinn der 1990er, sondern das wilde Leben einer Person mit Momenten der Stärke und Schwäche, ist säkularer Schamanismus, ist in jedem Moment Erzeugung und Beschwörung von Energien, ganz im Sinn des Mysteriums. Im ersten Bild gestikuliert ein Phantom durch das ...
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Riki von Falken braucht auch für ihre Begegnung zwischen «Ungleichen» einen heiligen Hain, eine Art Todeszone aus höchstmöglicher Ordnung, beschwörender Stille, gefüllt mit Klängen von Ligeti und Cage. Tennisplatzgroß ist die Halle im ersten Stock der nunmehr alten Akademie der Künste in Berlin. Der halbseitig gelähmte Tim Petersen stößt wie ein Elefant ins...
New York City Ballet last performed George Balanchine’s three-act “Don Quixote“ in 1978. Balanchine died five years later. It was widely assumed that his problematic dance version of Cervantes’ famous book had died with him. However, “Mr. B” bequeathed “Don Quixote“ to Suzanne Farrell, the accomplished ballerina who created the role of Dulcinea in the work’s 1965...
Der Preis ist längst wieder abgeschafft. Aber seine Konsequenzen kommen erst im Nachhinein richtig zum Tragen. 2003 hat sich Marco Goecke in Hamburg mit «Blushing» den Prix Dom Pérignon verdient und damit die Chance eingehandelt, für das Hamburg Ballett kreativ tätig werden zu können. Das hat der Choreograf aus dem Umfeld des Stuttgarter Balletts inzwischen auch...
