Riki von Falken: «Begegnung zwischen Ungleichen»
Riki von Falken braucht auch für ihre Begegnung zwischen «Ungleichen» einen heiligen Hain, eine Art Todeszone aus höchstmöglicher Ordnung, beschwörender Stille, gefüllt mit Klängen von Ligeti und Cage. Tennisplatzgroß ist die Halle im ersten Stock der nunmehr alten Akademie der Künste in Berlin. Der halbseitig gelähmte Tim Petersen stößt wie ein Elefant ins Waldhorn und umhinkt langsam die Außenlinie einer Fläche, in der ein Ritual aus Wiederholungen, Variationen und Schrittfolgen über eine Geometrie begleitet wird vom stillen Brummen der Scheinwerfer.
Friederike Plafki fällt Petersen beim Umschreiten des Zeremonienplatzes in den Arm – und siehe, er beschleunigt, während Riki von Falken mit lässiger Rigorosität weiter an den so bestimmten, harschen, repetetiven Bewegungen arbeitet, wie gewohnt. Die drei betanzen ihr Zeichensystem, bevölkert von Schlagholzklängen und fotografischen Schattenwesen. Nichts ist dem Raum zu entlocken als gewinkelte Bewegung, analog der naturgewinkelten, gelähmten rechten Hand des Schauspielers Tim Petersen, auf die gewinkelte Kunstgeometrien aus Schritten antworten: präzise Linien ohne Ziel, ohne dramaturgisches Lineament, ohne die spürbare Ordnung der ...
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Der Kern der Tanzgeschichte, also der Tanz, ist abwesend. Sobald Tanz aus der Gegenwart fällt, ist er nur noch im Gedächtnis abrufbar, in der Körper-Erinnerung von Tänzern und Betrachtern, im Foto, in der Notation, im Video oder in der Kritik. Die Substanz des Tanzes, das Tanzen dagegen, ist nur präsent im Moment der Bewegung. Insofern ist der Gegenstand der...
A smoky haze envelops the sprawling outskirts of the Angolan capital of Luanda as dusk turns to dark. Dust blows as piles of rubbish burn, sending plumes of thick black smoke into the air. In the distance, small children run in and out of the alleyways of this shanty-town, as others stroll the streets irreverently. Vendors sell trinkets, slippers and foodstuffs....
The name chosen for the work is taken from a section in Georg Büchner’s play “Woyzeck.” By choosing this particular literary quote, Be’er circumvents the main theme of the play: the story of an anti-hero, a victim of war and its warped morals. Yet, the textual source inevitably raises certain expectations, particularly since Rami Be’er has been known to touch on...
