chefsache

Er leitet seit zwei Jahren das Theater und Orchester Heidelberg. Damals kam er in eine halbe Tanzwüstenei und machte daraus gemeinsam mit der Choreografin Nanine Linning eine Oase. Wie und warum, verrät hier höchstpersönlich Holger Schultze

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Wie kann das Tanztheater im Stadttheater-Betrieb seine Eigenheiten verwirklichen, originelle Wege gehen und neben den anderen Sparten, neben Schauspiel, Oper, Orchester, ein selbstständiges Profil gewinnen? Ist es überhaupt möglich, dieser Sparte eine größere Bedeutung zu geben und diese Kunstform so zu stärken, dass sie auch in der öffentlichen Wahrnehmung gleichberechtigt neben den anderen bestehen kann? Welche Art von Tanztheater ist richtig für eine Stadt, welche Konzepte werden hierfür gebraucht, und wie groß ist eigentlich das Publikum für zeitgenössischen Tanz?

Projek

te oder Neuanfang?

Diese Fragen stellten sich mir, als ich vor fünf Jahren die holländische Choreografin Nanine Linning ans Theater Osnabrück engagierte. Wir hatten uns in Rotterdam kennengelernt, und sie hatte sich überzeugen lassen, ihre vielversprechende Karriere an einem deutschen Stadttheater fortzusetzen. Schon in Osnabrück erlangte das Tanztheater große Aufmerksamkeit, was an Nanine Linnings außergewöhnlichen Choreografien lag und an ihrem Ensemble. Ihre wohl faszinierendste Produktion während dieser Zeit war «Requiem», ein Tanzabend, der eine Symbiose zwischen bildender Kunst und den Körpern der Tänzer ...

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Tanz August/September 2014
Rubrik: ideen, Seite 88
von Holger Schultze

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