highlights
hannover_________
tanz theater international
Es gibt Festivals, die sind nicht groß und auch nicht spektakulär. Wie dieses Festival, das bereits in seine 29. Runde geht – und nach wie vor von Christiane Winter mit der Prämisse geführt wird, treu zu sein. Ihrem Festival. Ihren Künstlern. Dafür aber Akzente setzt: diesmal auf die fulminant komplexe Tanzkunst der Israelin Sharon Eyal, die gemeinsam mit Gai Behar in «House» die Orangerie Herrenhausen vibrieren lässt. Israel steht auch als «Narrenschiff» im Fokus.
So sehen Niv Sheinfeld und Oren Laor ihre Heimat, in der man «We love Arabs» skandieren dürfte, würde es nach Hillel Kogan gehen. Und es gibt einen Festakt, die Geburtstagsparty für die Kompanie Vertigo. Zwanzig Jahre zeit-genössischer Tanz in Israel.
Vom 4. bis zum 13. September
tanztheater-international
sevilla_________
la bienal
Manuel Linán zum Beispiel. Wenn er Flamenco tanzt, in seinem aktuellen Stück «Nomada», schießt das Blut in den Kopf. Da erinnert sich das sesshafte Bürger-Gefühl an eine graue Vorzeit, damals, als es vergaß, auch den Künstlern eine Heimat zu geben, statt sie weiterziehen zu lassen von Dorf zu Dorf. Überall trat der herrenlose, also freie ...
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Tanz August/September 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 58
von
Freundlich, bubenhaft und sehr eloquent – so begegnet einem Monsieur Charmatz, gerade 41 Jahre alt und zum dritten Mal Vater geworden. Unter den zeitgenössischen Choreografen ist er der Utopist und Ermöglicher, jemand, der Glück und Esprit künstlerisch in Bewegung hält und zusammen mit anderen Performern auf ungewohnte Bahnen lenkt. Seine Spielfreude schließt das...
Noch jede Generation bringt Künstler hervor, über deren Schicksal brutal die Zeit abstimmt. Sie betreibt Auslese, siebt, sortiert, ignoriert, und trägt nur einen kleinen Rest von Künstlern in die relative Ewigkeit. Das sind sehr viel weniger, als es Künstler einer Generation gibt. Bei diesem nur scheinbar evolutionären Spiel, das auch Choreografen und Tänzer...
Bournonville. Das dänische Ballett. Das sind lange Röcke aus einer Zeit, als offene Gaslampen am Bühnenrand die weich fließenden Musselin-Stoffe bisweilen in Flammen aufgehen ließen. Aus den Leuchten wurden tödliche Fallen für Tänzerinnen, die als lebende Fackeln vor dem Zuschauer verbrannten. Trotzdem blieben diese weißen langen Röcke der Inbegriff des...
