CD, DVD, Buch 11/22
Roman
ABSCHIED VOM TRAUM
Vom «Traum, eine Ballerina zu sein» bis zu den Spitzenschuhen als «Folterkammern aus rosarotem Satin» in gerade einmal 30 fiebrig-intensiven, wie wirbelnden Seiten.
Der dritte Teil von Sigrid Nunez’ Roman «Eine Feder auf dem Atem Gottes» handelt vom Ballettunterricht der jugendlichen Erzählerin – aber eigentlich: von der Entdeckung und Kasteiung des jungen weiblichen Körpers, vom Entkommen aus dem Elternhaus durch das Ballett, aber auch von Magersucht, der Unterwerfung des Körpers unter das strenge Reglement des Tanzens und von Klassenunterschieden. Wir sind in New York. Die Ich-Erzählerin fährt aus dem Sozialbauprojekt in Brooklyn zum Unterricht, andere Mädchen aus den Zimmerfluchten Manhattans.
Nunez’ Debüt erschien in den USA bereits 1995 und wurde nun, nach dem großen Erfolg ihres Hundeund Trauer-Romans «Der Freund», zum Glück ins Deutsche übersetzt. Die Ballett-Episode steht dabei nicht von ungefähr im Zentrum des Buchs. Sie markiert den Übergang von der Welt der Kindheit und der Eltern in den ersten beiden Teilen zur Welt der jungen Frau mit ihren Selbstzweifeln und sexuellen Abenteuern im vierten Teil. Es liegt derzeit im Trend, von seinem Leben zu ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz 11 2022
Rubrik: Medien, Seite 56
von
Sie haben viel mit Jiří Kylián zusammengearbeitet, Kreationen fast durchweg fürs Nederlands Dans Theater. Zwei seiner Choreografien, «Tar and Feathers» von 2006 und «Gods and Dogs» von 2008, sind jetzt noch einmal bis zum 3. Dezember innerhalb des NDT-Programms «Celebrating an Evening with Jiří Kylián» zu sehen – beides Arbeiten, zu denen auch Sie Musik...
Der Tonfall ist natürlich ganz reizend. Oona Doherty spricht im gedehnten, stoßhaften Slang der irischen Arbeiterklasse, mit freundlich akzentuierten Vokalen, immer ein wenig lauter als es nötig wäre. Sie sagt «Dens», wenn sie von Tanz spricht, «Mani», wenn es um Geld geht, man kann nicht anders, man muss sich sofort mit dieser Unmittelbarkeit identifizieren.
Aber...
Barrierefrei
UNIQUE@DANCE
Ihre wichtigste Erfahrung? Dass sie als Tänzerin keinen Normkörper brauche. Das sagt Kübra Sekin, Teilnehmerin des Programms «M.A.D.E», in dem seit 2019 Tanzschaffende mit und ohne Behinderung weitergebildet werden. «M.A.D.E» war ein wichtiger Schritt der DIN A 13 tanzcompany auf dem Weg zu mehr körperlicher Diversität im Tanz. Für Gerda...
