Cadillac & Co
Das Studio gleicht einer optisch antiquierten, gleichwohl zeitgemäßen Folterkammer: vier Liegen mit Schlitten, Reformer genannt; eine weitere Liege mit Stahlgerüst namens Cadillac; dann der hölzerne Wunda Chair mit seinen Stahlfedern und Klappen; und schließlich die Tonne mit Sprossenwand, das Ladder Barrel. Außerdem dräut da noch ein Ungetüm, die «Pulley Tower Combination Unit». All diese Geräte sind zu besichtigen am Platzl in München, im Probenhaus des Bayerischen Staatsballetts.
Zur Spielzeit 2018/19 wurde dort ein Pilates- und Gyrotonic®-Studio eingerichtet und damit nach einer dreimonatigen Pilotphase ein in Europa einzigartiges Projekt initiiert, das jüngst mit einem unbefristeten Vertrag festgeklopft wurde. Es ließe sich kurz und knapp mit «Pilates als Therapeutikum» überschreiben. Der Wegbereiter des Unternehmens ist Ruben Wiethüchter. Er betreibt in München ein privates Pilates-Studio, ist aber als ingeniöser Kopf unter etlichen externen Trainern für die Tänzer des Bayerischen Staatsballetts dabei, ihnen mittels Pilates den Weg in die Schmerzfreiheit zu ebnen und dabei vorzeitigem Verschleiß und Verletzungen vorzubeugen. Das ist ein Projekt, wie es sich Wiethüchter für ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz April 2021
Rubrik: Praxis, Seite 52
von Eva-Elisabeth Fischer
Als Kinsun Chan an jenem Morgen in New York mit einem Freund zum Training mit dem American Ballet Theatre ging, hätte er nie ahnen können, wie sehr dieser Tag sein Leben verändern würde. Bernd Roger Bienert, damals Direktor des Zürcher Balletts, schaute zufällig zu und engagierte den Tänzer gewissermaßen auf der Stelle. «Ich packte mein Leben zusammen und zog nach...
Sasha Waltz hält zwei Seiten in die Kamera, links und rechts nichts als Notenläufe. Das ist alles, mit so wenig Stoff will sie ein Abendprogramm bestreiten – Opulenz passt ja gerade nicht so recht in die Zeitläufte. Also hat die Berliner Choreografin für zehn Tänzerinnen und Tänzer ihres Ensembles Sasha Waltz & Guests zu Terry Rileys «In C» gegriffen: dem 1964...
Augsburg
Theater
Im Pay-per-View-Verfahren: das Ballett «Winterreise» von Ricardo Fernando zu Musik von Franz Schubert (tanz 12/20): www.staatstheater-augsburg.de/mediathek
Berlin
cie. toula limnaios
«Inmitten», visuelles Tagebuch mit Livestreams und kurzen Dokumentarfilmen des Filmemachers Bernd Sahling. 1.–23. April; www.toula.de HAU Hebbel am Ufer «HAU4», die...
