«Cabaret de l’Exil – Femmes Persanes»

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Bei aller Treue zum Geschlecht der Pferde und zur Voltigierkunst ist Bartabas doch ein freier, wandlungsfähiger Künstler geblieben. Seit seinen Anfängen vor nun 40 Jahren als vermeintliches Balkan-Raubein mit barbarischer Attitüde machte er lange Zeit Musiktheater verschiedenster Couleur und dann fast schon abstrakt-choreografische Avantgardekunst. Und das alles mit Pferden. Schrieb Bücher, drehte Filme. Seit 2021 widmet er sich wieder der Idee des Nomadentums, mit nun drei Stücken seiner Reihe «Cabaret de l’Exil».

Das erste widmete er der Vertreibung und den Ghettos des jüdischen Volkes, das zweite einer nomadischen Community, die allein auf der irischen Insel unterwegs ist.

Und nun überrascht dieser Bursche, dessen gesamte Sanftheit den Pferden zu gelten schien, mit einer Hommage an die Weiblichkeit, einer rebellischen natürlich. «Femmes Persanes» macht aus den Balanceakten auf Pferderücken ein Manifest für Freiheit und Gleichheit, wo der Galopp die Grundlage für ausschließlich weibliche Husarenstücke ist, während die Männer als Witzfiguren durch die Manege ziehen und skurrile Mullahs darstellen. Wo derart feministisches Gedankengut Einzug hält, ist es kein Zufall, dass die ...

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Tanz Januar 2024
Rubrik: Report, Seite 62
von Thomas Hahn

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