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sportgeschichte
Es ist offenbar problemlos möglich, eine voluminöse «Kulturgeschichte des Sports» zu schreiben, ohne den allbekannten Turniertanz oder athletische Hip-Hop Battles mit längeren Absätzen zu bedenken. Bereits der Blick ins Personenregister von Wolfgang Behringers Opus magnum, Professor für Geschichte der Frühen Neuzeit in Saarbrücken, verrät, warum der Tanzsport vergebens um Aufnahme in die olympischen Diszi-plinen ersucht: Er kommt nicht mal in der einschlägigen Literatur vor.
Außer Fabritio Caroso und Thoinot Arbeau, dessen «Orchésographie» von 1588 als erste wegweisende Tanzfibel des Abendlands gilt, hat sich keine Bewegungskunst-Koryphäe zwischen die knapp 500 Seiten bei C .H. Beck geschlichen. Die beiden dürften Behringers Weg aber auch nur gekreuzt haben, weil die Renaissance den Edelleuten nicht nur sportive Leibesübungen verordnete, sondern auch Tanz, weil er Geschicklichkeit, Contenance und bella figura-Machen angenehm verband. Nun wird man einwenden dürfen, dass Tanzhistoriker umgekehrt genauso einen Bogen um Stadien-Exkurse machen und allenfalls bilateral tätig gewesene Herrschaften wie den Vater aller Leibes-Education, Johann Christoph ...
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Tanz Oktober 2012
Rubrik: medien, Seite 62
von Dorion Weickmann, Franziska Buhre, Manuel Brug,Hartmut Regitz,Frank-Rüdiger Berger
Um Liebe und Leidenschaft kreist das neue Programm «Hartslag» der niederländischen Kompanie Introdans. Im einleitenden «Fugaz», 2005 für das Ballett-Theater München kreiert, setzt der Spanier Cayetano Soto Momente von Schmerz und Glück in Szene. Das als Epitaph für den eigenen Vater entworfene Stück wird von einzelnen Tänzerinnen eröffnet und gewinnt mit diversen...
Raimund Hoghe,
Ihr erstes Stück, «Verdi Prati», entstand 1992, zwei Jahre nach Ihrem Abschied vom Tanztheater Wuppertal. Wie kam es zu dieser Trennung? Das ergab sich nach dem Film «Die Klage der Kaiserin». Pina war damals schwer getroffen, dass der Film kein Erfolg war, vielleicht hatte er eine zu melancholische Note. Jedenfalls hat sie dann eine Zeitlang keine...
«Kunst ist nicht dazu ausersehen, die Realität zu kommentieren. Sie schafft ihre eigene Realität, eine Gegenrealität. Kunst ist Kampf.» Um starke Thesen war Romeo Castellucci nie verlegen. Hier ist nicht einfach ein zorniger Italiener am Werk, sondern einer der Letzten, der die Kunst im Theater verteidigt. Mit allen Mitteln bekämpften zuletzt enragierte...
