Brief aus Bergen
Wer kennt und schätzt sie nicht, die dänischen Dogma-Filme, besonders die frühen. Jetzt gibt es Dogma-Tanz. Der kommt aus Norwegen und wurde ins Leben gerufen von Sven Age Birkeland, Leiter der teatergarasjen in Bergen und der dort alljährlich im Wechsel stattfindenden Theater- und Tanzfestivals. Sein berühmtes BIT teatergarasjen gibt es nicht mehr: Das Gebäude und die halbe Straße wird abgerissen. Zu den Neubauten gehört auch ein Theater, das 2012 eröffnet werden soll.
Wie die Zeit bis dahin überbrücken ohne eigenes Haus?
Ausweichquartiere wurden angemietet (Studio Bergen, Studio USF). Für das Festival Oktoberdans beschloss Birkeland nun, die Stadt selbst zur Bühne zu machen. Er gab vier Projekte in Auftrag, bei denen sich Choreografen einen Ort aussuchten und mit dem arbeiteten, was sie dort vorfanden. Das war eine pragmatische Entscheidung, auch eine politische, weil dem Trend zu immer opulenterem, immer sinnloserem technischen Überbau etwas entgegengesetzt werden sollte. Das Dogma lautet also: keine zusätzliche Technik. An Ausstattung nur das, was als Handgepäck transportiert werden kann. Das noch wichtigere inhaltliche Dogma: «talk about something close to your heart».
Die ...
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Monopoly
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