Best friends
Sie beide sind ein gutes Beispiel dafür, wie man sich in der Ballettwelt, im Beruf, ein machtfreies Inselchen schaffen kann: Seit dieser Saison sind Sie Mitglieder des neu sortierten Berliner Staatsballetts, kein Paar – sondern allerbeste Freunde. Wie muss man sich überhaupt die Zusammenarbeit innerhalb einer Ballettkompanie vorstellen?
Chloe Capulong: Das gemeinsame Ziel ist die Aufführung – und dafür muss jeder ganz präsent und bereit sein, alles zu geben, was er oder sie zu bieten hat.
Dazu gehört auch, dass man kommt, trainiert, probt und auftritt – egal, was sonst im Leben so los ist. Ich glaube, das haben wir in dieser ersten Spielzeit alle ganz gut hingekriegt.
Anthony Tette: Wobei es hilfreich war, dass wir nicht einen Klassiker am anderen gespielt haben, sondern uns auf «Dornröschen» und «Giselle» konzentrieren konnten …
… schöne Aufführung übrigens, viel heutige Energie!
Tette: Ich denke auch, das hatte was sehr Frisches, Unverbrauchtes. Es hat sich jedenfalls gut angefühlt.
Sie sind beide mit dem neuen Ballettintendanten Christian Spuck von Zürich nach Berlin gekommen, aber geboren und aufgewachsen in den USA. Wie haben Sie von dort aus auf Europa geschaut?
Capulong: Be ...
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Tanz Jahrbuch 2024
Rubrik: Macht, Seite 70
von Dorion Weickmann
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