Bergen: Fieldworks «unannounced» on tour
Das in Brüssel ansässige multinationale Performancekollektiv Fieldworks um den Norweger Heine Avdal und die Japanerin Yukiko Shinozaki entwickelt in seiner aktuellen Arbeit «unannounced» eine Erzählung aus den Rahmenbedingungen des Theaters, die der Zuschauer normalerweise bewusst ausblendet. Dabei wirkt der Titel beinahe wie eine Referenz auf das legendäre Ballett «Relâche» von Francis Picabia und Erik Satie.
Zum Auftakt bevölkern die Performer unmerklich das Foyer und verteilen Postkarten mit mal mehr, mal weniger rätselhaften Strichzeichnungen, legen sie auf Tischen aus, lehnen sie an Blumenvasen und auch mal Stuhlbeine. Nach dem Ende der Performance werden die Zuschauer feststellen, dass hier schon der Titel, das Unangekündigte, ironisiert wird. Denn die Zeichnungen zeigen, was passieren wird. Es ist nur noch nicht zu verstehen.
Die Zuschauer werden fast beiläufig in Gruppen aufgeteilt und von je einem Fieldworks-Akteur durch die Gänge hinter der Bühne, durch Garderoben und Materiallager geführt. Mit einem Handprojektor werden Worte auf Wände, Spiegel, Gegenstände und den Boden projiziert, die sich zu Sätzen formen. Ein Text über die wechselseitige Beziehung von dem, was wir ...
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