bepreist: anton rudakov
ist Tänzer beim Hessischen Staatsballett Wiesbaden. Gewonnen hat er nun den «Goldenen Schmetterling» im Rahmen des ungewöhnlichen Choreograpfen-Wettbewerbs «Skopje Dancelab 2015» am Nationaltheater Skopje in Mazedonien. Der gebürtige Russe erhielt ihn für sein feines Solo «If I Were the Moon» zu «If» von Pink Floyd, das einen Mann porträtiert, der dem Tag nicht so recht begegnen mag und den das Versagen nie ganz loslässt (was auf Rudakov als Waganowa-Absolvent wohl kaum zutrifft).
Ausgetragen wurde der Wettbewerb mit zehn handverlesenen Choreografen in einer Außenspielstätte, in Veles. Die mazedonische Stadt liegt am Fluss Vardar und war unter Tito ein bedeutender Industrieort. Heute liegen die Fabriken still. Die Arbeitslosigkeit ist hoch, dafür wurde hier im letzten Jahr ein sehr modernes Theater eröffnet. Zur ersten Runde des Festivals hatte dessen Leiterin, Risima Risimkin, auch die Kinder und Jugendlichen der Stadt geladen. Einige kamen sogar weiter bis ins Finale. Anton Rudakov wird nächstes Jahr mit Risimkins fabelhaftem Skopje Dance Theater, das zum Auftakt seine starke Kreation «SMS» präsentierte, ein neues Stück erarbeiten. Der Nebenpreis für die bemerkenswerteste Tänzerin ...
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Tanz Juni 2015
Rubrik: menschen, Seite 33
von Lilo Weber
Pirouetten in gerüschten Tutus, romantische Liebesgeschichten mit schönen Prinzen, Ende gut, alles gut – viele Mädchen träumen davon, und die junge Julie Cox aus Bethesda war da keine Ausnahme. Als sie 1985 an die Schule des American Ballet Theatre (ABT) kam, hätte das Timing kaum glücklicher sein können: Mikhail Baryshnikov führt gerade Castings für seinen Film...
Der Choreograf Serge Lifar nannte sie «eine der größten Ballerinen aller Zeiten». Der Kritiker Walter Terry adelte sie zur «Callas des Balletts». Rudolf Nurejew gestand ihr, nachdem er sie als Kitri gesehen hatte: «Ich habe geschluchzt», denn «Sie haben ein Feuer auf der Bühne entzündet.» Die Schauspielerin Ingrid Bergman staunte: «Sie haben göttliche Hände.»...
hieß Jérôme Bels Inszenierung mit den Akteuren des Zürcher Theater Hora (tanz 7/12): ein Gipfelpunkt des «Theatertreffens 2013», samt Kampfaufruf: «disabling the theatre». Knappe zwanzig Jahre nach Entstehung solcher Mixed-Abled-Kompanien wie Candoco in England, DIN A 13 in Köln und eben dem 1993 ins Leben gerufenen Theater Hora, fragt Jérôme Bel stur Namen, Alter...
