Benois de la danse an der Moskwa
Man stelle sich vor: Der Ballett-Oscar wird vergeben. Und keiner kommt. Verletzt oder verhindert, wurden Marie-Agnès Gillot, Mathieu Ganio und Svetlana Zakharova in Abwesenheit von einer Jury unter Vorsitz von Yuri Grigorovich als beste Tänzer des vergangenen Jahres ausgezeichnet: Marie-Agnès Gillot für ihren Anteil an «Signes» an der Pariser Opéra, Ganio für seine Interpretation des James in «La Sylphide» der selben Kompanie und Svetlana Zakharova für ihre Titania im «Sommernachtstraum» von John Neumeier, den das Moskauer Bolshoi nun sein eigen nennen darf.
Auch Trisha Brown, für ihr Lebenswerk geehrt, glänzte bei der 13. Ausgabe des Benois de la danse durch Abwesenheit. Dafür war Hans van Manen angereist, um im Bolshoi-Theater seinen Benois des Vorjahrs abzuholen – eine Skulptur von Igor Ustinov, weitläufig verwandt mit dem Namenspatron des Wettbewerbs, Diaghilews Bühnenbildner Alexandre Benois. Anwesend war auch Hausherr Alexei Ratmansky, der als Choreograf für seine «Anna Karenina» am Kongelige Danske Ballet ausgezeichnet wurde – ganz offensichtlich eine politische Entscheidung, was man an den bereit gestellten Ratmansky-Balletten ablesen konnte. Dafür beeindruckten einige der ...
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