Zukunft hat begonnen
«Wikis» und «(We)Blogs» heißen neue Formen des sprachlichen Umgangs: Auch dieser Text ist so ein kleines Wiki, weil ihn zwei Redakteure schreiben, sich die Meinung also teilen. Große Wikis, Manifeste etwa zur Zukunft der zeitgenössischen Choreografenausbildung, entstehen auf virtuellen Kongressen. Man sitzt am Computer und gestaltet aus Fragen und Kritik die Zukunft des Tanzes. Dass angehende Tänzer nicht mehr auf eigene Faust von Workshop zu Workshop ziehen, sondern eine richtige Ausbildung erhalten sollen, war Meinung der diskutierenden Mehrheit zuletzt in Potsdam bei mode 05.
Demnach sollen Tanzschüler eine so große Freiheit erhalten, dass sie ebenso gut auch weiter von Workshop zu Workshop ziehen könnten.
Nur, dass jetzt der Diskurs der Wikis hinter ihnen steht, sprich: gesellschaftlicher Konsens (s. S. 74). Wem der nicht passt, kann ja Blogs, also seine Meinung schreiben, auch unter Pseudonym. Mitmachen lohnt sich.
Denn Webdebatten – in Ländern wie Iran notwendig, um straflos Widerstand zu formulieren und auch Gehör zu erhalten – haben bei uns schon fast den Status einer Gesetzeserörterung.
Fast? Demokratische Gesetzgebung schützt sich immer schon durch Anonymität. Um ...
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