Ben van Cauwenbergh, Armen Hakobyan «Smile»

Essen

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Erst mal den Makel abarbeiten: Die Bühne des ansonsten ja immer noch fabelhaften Essener Aalto-Theaters knarzt in der Mitte bedenklich und scheint einer Überholung zu bedürfen. Denn die Tänzer (nur die Herren, echt wahr) haben ihre Mühe, tolle Sprünge hinzulegen, ohne an der neuralgischen Stelle ein Ächzen und Krachen der Unterlage auszulösen.

Das ist aber auch der gewichtigste Einwand gegen «Smile», eine liebevoll arrangierte Hommage an Charlie Chaplin – den unsterblichen Tramp, Brötchentanz-Choreografen, Zahnrad-Monteur und Rampenlicht-Matador, Diktator-Verschnitt … und was einem sonst noch so alles auf Anhieb einfällt. Denn der Schauspieler und Regisseur (1889 – 1977) gehört zweifelsohne zu den Leinwand-Gesichtern, die sich ins kollektive Gedächtnis eingegraben haben.

Am Aalto-Theater erwecken nun Ballettchef Ben Van Cauwenbergh und Armen Hakobyan (als Co-Choreograf) den Mann mit dem Image eines grandiosen Luftikus und Ladykillers zu neuem Leben – und porträtieren damit nicht nur den Künstler, sondern auch einen besessenen Perfektionisten. Insofern ist das Ballett ein Match – zumal die Produktion mit einer idealen Besetzung aufwarten kann. David Jeyranyan spielt Chaplin wie ...

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Tanz Juni 2023
Rubrik: Kalender, Seite 41
von Dorion Weickmann

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