Beethoven statt Battle

Das Projekt «Beathoven» bringt Berliner Kindern den berühmten Komponisten und seine Werke nahe. An einer Grundschule im Märkischen Viertel dreht sich dabei alles ums Thema «soziale Gerechtigkeit». Beobachtungen von Christine Matschke

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Von der Endstation der U-Bahn-Linie 8 bis zur Charlie-Chaplin-Grundschule im Märkischen Viertel von Berlin sind es nur wenige Minuten. Der Schnellbus, der mich dort hinbringen soll, rast vorbei. Mein Blick fällt ins Innere auf eine junge Frau, die auffallend aufrecht an einer der Fensterscheiben lehnt. Ein paar Minuten später fahre auch ich über den Wilhelmsruher Damm.

Auf menschenleeren Bürgersteigen stimmen Platanen und Hochhäuser hier einen visuellen Grundbeat an: 2004 hat der Rapper Sido mit «Mein Block» eine inoffizielle Hymne auf die in den 1960er- und 1970er-Jahren erbaute Satellitenstadt geschrieben. Nach rauem Pflaster sieht es hier an diesem Vormittag nicht aus.

Im Schulgebäude treffe ich Henriette Köpke, Koordinatorin des Projekts «Tanz ist klasse! e.V.». Es unterstützt das Education Programm des Berliner Staatsballetts. Die höfliche Mittdreißigerin ist kurz vor mir eingetroffen und kommt gleich darauf zu sprechen: Dass wir uns an einem sozialen Brennpunkt befinden, falle (auch) in der Schule erst einmal nicht auf. Es gäbe für alles feste Regeln – ein Rahmen, der es den Kindern erlaubt, Struktur in ihren Alltag zu bringen. 

Halt bietet den insgesamt zwölf aus ...

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Tanz April 2020
Rubrik: Praxis, Seite 60
von Christine Matschke

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