Be CD!
«Wir sind in Deutschland. Wir spielen für Euch. Das ist ein Anfang!» Christin Vahl und Hauke Heumann schreien das gegen die Fassaden im Pariser Banlieue La Courneuve. Wie Stiere im Anlauf senken sie die Köpfe, bäumen sich gegen den Beton auf, rennen gegen ihn an. «Kontaktstücke» nennt die zwischen Frankreich, Deutschland und Westafrika agierende interdisziplinäre Grenzgängerin Monika Gintersdorfer ihre in den Vororten von Paris, Marseille und Hamburg inszenierten Tanz-Text-Performances – mit oder ohne eine ohrenbetäubende Pressluftplaniermaschine.
Ganz nah an den Leuten bleiben, lautet ihr Arbeitsprinzip. Gintersdorfers Film- und Performance-Projekt «Verlieren», ein 82-Minuten-Video, zuletzt gezeigt in der «Atelierbesuch»-Reihe des Hamburger Kunstvereins, dokumentiert in Kooperation mit dem Filmemacher Knut Klaßen ihre «Spontan-Inszenierungen» im sozial kritischen Umfeld der Banlieue. Die Szenen entstehen nach Gintersdorfers Methode: Sich und den Leuten viel Freiheit geben, sich absprechen statt zu probieren. Lieber improvisieren als durchinszenieren. Aufführung und Aufnahme entstehen zeitgleich aus der Situation und in der Konfrontation von deutschen Akteuren mit französischen ...
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Shoko Nakamura hat einen neuen Begleiter rund um die Uhr. «Nur beim Baden oder Duschen müssen Sie ihn ablegen, er darf nicht nass werden», erklärte Ingo Fietze der jungen japanischen Ballerina das Ding an ihrer Hand. Genau gesagt an der nicht-dominanten Hand – bei Shoko Nakamura der linken. Denn die ist es, die den Wissenschaftlern die exakten Daten über den...
Daniela Kurz,
ist das nicht eine zwiespältige Situation: international gefragt zu sein und als Leiterin des Tanztheaters dem Ende Ihrer zehnjährigen Nürnberg-Aktivitäten entgegenzusehen? Im Gegenteil, ich empfinde sie als klar und eindeutig. Im Sommer 2008 endet eine zehnjährige Arbeit, die einen konsequenten Aufbau deutlich macht. Ich hätte mir gut vorstellen...
If you have ever had to smell a dancer’s feet inches from your nose, heard him breathe heavily above your head or had to turn your head 360 degrees to follow him slithering away around you while at the same time not being able to see any part of your own body and, what’s more, had to watch your own balance and make sure you don’t lose your footing, the chances are...
