Ausstellungen 7/21

Anne Imhof «NATURES MORTES»

Allein die Einladung glich bereits einer Art Promotion in die 1a-Weltliga der Kunstsuperstars: Carte Blanche vom Pariser Palais de Tokyo für Anne Imhof. Gewiss ist die gebürtige Gießenerin spätestens seit ihrer «Faust»-Bespielung des deutschen Pavillons bei der Biennale in Venedig eine etablierte Größe.

Aber die «Natures Mortes», die sie nun auf 22 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche ausbreitet, setzen ihre eigene Performance- und Installationsarbeit in Beziehung zu Anregern und Geistesverwandten von Théodore Géricault über Cy Twombly bis Sigmar Polke. Durch einen schwarzen Tunnel geht es ins Innere einer labyrinthischen Anordnung, die mit Versatzstücken aus früheren Imhof-Werken – Glasplatten, Boxsack, Futons – eine Art Objekt-Performance inszeniert. Im Oktober soll das gespenstische Setting tatsächlich zur Bühne werden. Bis dahin heißt es, die existenzialistische Schau im Alleingang erkunden – weil sich das Raunen der Dinge so am besten erlauschen lässt. Bis 24. Oktober; www.palaisdetokyo.fr

 

Berlin, Georg Kolbe Museum, www.georg-kolbe-museum.de
«Der absolute Tanz. Tänzerinnen der Weimarer Republik». Bis zum 29. August

Berlin, Galerie ...

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Tanz Juli 2021
Rubrik: Kalender, Seite 43
von

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